pts20000224024 in Forschung
Große Nachfrage nach EU-Forschungsgeldern in Österreich
Im Vorjahr wurden 421 Projekte mit österreichischer Beteiligung bewilligt
Wien (pts024/24.02.2000/14:58)
Im Rahmen des 5. EU Forschungsrahmenprogrammes sind 1999 europaweit 11.500 Projekte eingereicht worden. Davon wurden rund 3.300 bewilligt, an 421 davon sind österreichische Institute oder Unternehmen beteiligt. Diese ersten, vorläufigen Zahlen hat Dipl.-Ing. Manfred Horvat, Geschäftsführer des Büros für Internationale Forschungs- und Technologiekooperation (BIT), bekanntgegeben. http://www.bit.ac.at In einzelnen Programmbereichen wie industrielle Technologien und Verkehr war Österreich überdurchschnittlich erfolgreich.In den ersten Ausschreibungen wurden aus den teilnahmeberechtigten Staaten ca. 11.500 Projekte mit etwa 67.000 Beteiligungen eingereicht - eine Zahl, die die Größenordnung der EU-Forschungs- und Technologieaktivitäten gut kennzeichnet. Etwa 3.300 Projekte mit rund 17.800 Projektbeteiligungen wurden zur Finanzierung ausgewählt, was einer mittleren Erfolgsrate von knapp 27% entspricht.
Es wurden 1.635 österreichische Beteiligungen an eingereichten Projekten gezählt. Mit 421 erfolgreichen Beteiligungen liegt Österreich im europäischen Wettbewerb vor Luxemburg, Irland und Portugal und knapp hinter Finnland und Dänemark. Die mittlere Erfolgsrate österreichischer Bewerber liegt am Ende des ersten Jahres im europäischen Durchschnitt. Im Vergleich zu Finnland weist Österreich eine annähernd gleiche Anzahl erfolgreicher Beteiligungen in den Programmen Informationsgesellschaft, Wachstum und Umwelt auf. In den Programmen Energie und Humankapital liegt Österreich weit vor Finnland, in dem Bereich Lebensqualität ist Finnland wesentlich stärker.
Bezogen auf die einzelnen Programme ergeben sich große Unterschiede hinsichtlich der österreichischen Erfolgsbilanz. Besonders erfreulich ist das ausgezeichnete Abschneiden österreichischer Teilnehmer in den Programmen "Wachstum" und "Humankapital" sowie bei den besonderen Aktionen für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU), mit jeweils 38%, 41% und 54% Erfolgsrate. Im Wachstums-Programm liegt Österreich sogar europaweit an der Spitze.
Soweit die derzeit vorliegenden Daten schon eine Interpretation erlauben, dürfte die Tendenz zu größeren Projekten gehen, die auch durch stärkere Interdisziplinarität gekennzeichnet sind. Die durchschnittliche Zahl der Partner pro Projekt liegt europaweit bei 5,5 (im 4. Rahmenprogramm waren es vier Partner pro Projekt). Das 5. Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration läuft von 1999 bis 2002. In diesem Zeitraum stellt die Europäische Union 15 Mrd. Euro (umgerechnet über 200 Mrd. Schilling) zur Verfügung, das sind etwa vier Prozent des gesamten EU-Budgets. http://www.univie.ac.at/bit/fueprog/5rp/budget5rp.htm
Bereits im Vorgängerprogramm, dem 4. Forschungsrahmenprogramm, konnte sich Österreich gut behaupten: Über 2,6 Mrd. Schilling an Förderungen wurden in der Laufzeit des Programmes (1995-1998) österreichischen Teilnehmern von der EU zugesprochen. Insgesamt wurden knapp 1.500 Projekte mit österreichischer Beteiligung durchgeführt. (Ende)
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