leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: ww
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: weitlaner@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

09.04.2026 - 14:00 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
09.04.2026 - 14:00 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
09.04.2026 - 13:30 | Scientology Kirche Celebrity Centre Wien
09.04.2026 - 13:25 | Musterhauspark GmbH
09.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
pte20000222018 in Leben

Greenpeace verriegelt Europäisches Patentamt

Genpatent war kein Einzelfall


München (pte018/22.02.2000/14:28)

Heute, Dienstag, haben etwa 90 Greenpeace-Aktivisten das Europäische Patentamt (EPA) http://www.european-patent-office.org in München lahmgelegt. Die Umweltschützer mauerten am frühen Morgen die Haupteingänge sowie die Zufahrten zur Tiefgarage zu. Grund für die Aktion war die gestrige Aufdeckung, dass das Europäische Patentamt im Dezember die Vermarktungsrechte für ein Verfahren zur Genmanipulation von menschlichen Stammzellen und Embryonen sichert.

Daraufhin hatte das EPA von einem schweren Fehler gesprochen, der aus Versehen passiert sei. Weitere Recherchen ergaben jedoch, dass es sich bei der Vergabe des Patentes, das im übrigens den EU-Richtlinien widerspricht, um keinen Einzelfall handelt. "Wir machen das Patentamt dicht, um so lange wie möglich zu verhindern, dass weiterhin Patente auf Lebewesen erteilt werden" sagte Christoph Then, Gentechnik-Experte von Greenpeace Deutschland http://www.greenpeace.de "Das Amt verschachert das Nutzungsrecht für Menschen, Tieren und Pflanzen an die Gentech-Industrie", so Then.

Schon im Jänner 1998 entschuldigte sich das EPA für die Erteilung eines Patents auf Gene zur Stressanfälligkeit, in das nach eigenen Angaben auch "aus Versehen" mögliche Manipulationen von Menschen mit einbezogen wurden. Darüber hinaus erteilte das Patentamt 1998 ein drittes Patent zur Genmanipulation von Milchdrüsen für die Pharmaproduktion, das auch Frauen einschließt. Bis heute wurde keines dieser Menschen-Patente wurde zurückgezogen, Einsprüche dagegen wurden beim EPA nicht verhandelt, so der Vorwurf.

"Entschuldigungen, Versprechen und Schönheitskorrekturen reichen hier nicht. Diese und alle anderen Patente auf Leben müssen komplett zurückgenommen werden", fordert Then. Außerdem müsse die Patentgesetzgebung dringend verbessert und das Patentamt einer stärkeren öffentlichen Kontrolle unterstellt werden. Seit Dezember vorigen Jahres fordert Greenpeace das Patentamt auf, die Patentierung von Lebewesen einzustellen. Doch der Präsident des Amtes, Ingo Kober, ignorierte die Vorwürfe. In der Zwischenzeit sammelt Greenpeace Einsprüche gegen Patente auf Leben. Diese können direkt vom Internet heruntergeladen werden: http://www.greenpeace.at (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: ww
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: weitlaner@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top