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pte20000418022 in Leben

Greenpeace legt Sammeleinspruch gegen Embryo-Patent vor

Die Züchtung menschlicher Embryonen soll gestoppt werden


München (pte022/18.04.2000/13:30)

50 Vertreter der Umweltorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.at überreichen heute, Dienstag, dem europäischen Patentamt (EPA) in München http://www.european-patent-office.org einen Sammeleinspruch gegen das vor kurzem erteilte Keimbahn-Patent. Das Patent genehmigt die Züchtung menschlicher Embryonen. 7.500 Einsprüche werden in der ganztägigen Aktion einzeln abgegeben.

Unter anderem hätten Ärzte, Professoren, Politiker und Vertreter der Kirche den Sammeleinspruch unterschrieben, so Greenpeace-Sprecher Christoph Then. Dies unterstreiche die breite Ablehnung der Öffentlichkeit gegen die gängige Praxis des Amtes, Patente auf Lebewesen zu erteilen.

Obwohl in diesem Fall das EPA selber die Genehmigung des Patentes als schweren Fehler bezeichnet und zum Einspruch aufgerufen habe, sei das Amt völlig außer Kontrolle geraten, so Then. Die Prüfer genehmigten fast alles, was ihnen die Industrie vorlegt. "Eine Behörde darf mit Patenten auf Leben nicht klammheimlich eine Entwicklung vorantreiben, die so weit reichende Folgen für die Menschen hat." Dem EPA müssten Schranken gesetzt werden. (Ende)
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