pte20000606034 in Leben
Grazer Entwicklung für neues Herz/Kreislauf-Diagnose-Verfahren
Innovation von NASA angekauft
Wien (pte034/06.06.2000/16:51)
Mit einer Entwicklung der Grazer Firma CNSystems http://www.cnsystems.at können Blutdruckschwankungen und Regulationsstörungen künftig besser diagnostiziert werden. Das Gerät heißt Task Force Monitor 3040 und ermöglicht ein völlig neues Messverfahren bei Hypertonie. Derzeit sind in Österreich nur drei Geräte, zwei in Wien und eines in Graz, im Einsatz. Ein Task Force Monitor 3040 kostet rund 350.000 Schilling. In Kombination mit einem Klapptisch, der für eine solche Untersuchung ebenfalls vorgesehen ist, ist mit rund 400.000 Schilling zu rechnen. Für die Untersuchung selbst (Dauer: ca. eine Stunde) muss der Patient in etwa 3.000 Schilling zahlen.Der Task Force Monitor 3040 wurde auch nach Deutschland verkauft. Auch die NASA hat den Gerätetyp in ihr Programm aufgenommen. "Neuartig ist, dass mit dem Gerät beispielsweise der sogenannte Para- oder Druckrezeptor am Hals beurteilt werden kann", erklärte Heidemarie Pilz (siehe Bild), Fachärztin für Innere Medizin bei einer Pressekonferenz heute, Dienstag, in Wien. Neben der Blutdruckmessung wird synchron ein EKG durchgeführt, somit ist eine genaue Beobachtung des Herz-Kreislauf Systems möglich.
Durch die Entwicklung hofft man, Blutdruckregulationsstörungen besser zu diagnostizieren und unter Kontrolle bringen zu können. "Bei Patienten, die bewusstlos wegen Blutdruckabfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurden, konnte trotz Herz-, Gefäß- und neurologischer Untersuchung in immerhin drei Vierteln der Fälle bis jetzt keine Diagnose gestellt werden", so die Medizinerin weiter. Die Patienten mussten sozusagen den nächsten Kollaps abwarten.
Blutdruckschwankung- oder abfall kann durch das vegetative Nervensystem, durch eine Beeinträchtigung des Druckrezeptors oder durch einen Blutstau in den Venen verursacht sein. "Eine Beeinträchtigung des Druckrezeptors konnten wir meist bei alten Menschen feststellen, da im fortgeschrittenen Alter die Halsgefäße oft schon verkalkt sind", so Pilz. Eine Sensibilisierung des Rezeptors könne durch eine verstärkte Zufuhr von Kalium, das vor allem in Bananen enthalten ist, herbeigeführt werden. Weitere Therapieformen seien eine Senkung des Blutdruckniveaus bzw. medikamentöse Behandlung.
Symptome für schwankenden Blutdruck, so Pilz, seien: Schwindelanfälle, Schwarzwerden vor den Augen und plötzlicher Bewusstseinsverlust (=Synkope). Drei Prozent der österreichischen Bevölkerung sind von Synkopen bei Blutdruckregulationsstörungen betroffen. (Ende)
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