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pte20000420009 in Leben

Gleichzeitig Blase entfernt und neues Urinreservoir gebildet

Urologische Operation erstmals minimal-invasiv durchgeführt


Berlin (pte009/20.04.2000/10:14)

In der Klinik für Urologie der Charite (Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin) ist einem Patienten die Harnblase entfernt worden und in gleicher Sitzung auch ein neues Urinreservoir (Sigma-Rectum-Pouch) aus Teilen des Dickdarms gebildet worden, wodurch dauerhaft Harnkontinenz gewährleistet ist.

Einem 63 jährigen an Krebs leidenden Mann mussten die gesamte Blase und die Harnröhre entfernt werden. Statt des bei offener Operation dafür notwendigen großen Bauchschnittes vom Brust- bis zum Schambein benötigten die Urologen für ihr laparoskopisches Vorgehen nur fünf kleine Einschnitte zum Einbringen der endoskopischen Arbeitsgeräte: einen am Bauchnabel für die endoskopische Lichtquelle und je zwei - fünf bzw. 10 Millimeter weite - Öffnungen an jeder Seite des Unterbauches für die Instrumente.

Die Blase wurde aus ihrer anatomischen Verankerung gelöst, in ein Plastikbeutelchen verpackt und dann durch den Mastdarm nach außen befördert. Dieser Ausgang bot sich an, nachdem aus dem Darm ohnehin ein Harnreservoir gebildet werden sollte, um dem Patienten die Harn-Inkontinenz zu ersparen. Dafür wurde der Mastdarm einige Zentimeter weit aufgeschnitten und so wieder zusammengenäht, dass ein kugelförmiger Hohlraum, ein Pouch, entstand. In seine Wand wurden die beiden Harnleiter eingenäht, so dass nun kontinuierlich Urin aus der Niere in diesen Pouch abfließt. Der Patient entleert daher nicht nur Stuhl, sondern auch (drei bis viermal am Tag) Urin über den Anus. Eine künstliche Harnableitung nach außen entfällt.

Die Operation, die etwas länger als sieben Stunden dauerte, wurde vom Oberarzt der Klinik, Dr. Ingolf Türk zusammen mit Professor Stefan Loening und zwei Asssistenten durchgeführt. Zwar ist die Operationsdauer beim minimal-invasiven Vorgehen um bis zu zwei Stunden gegenüber der offenen Operation verlängert. Dies aber dürfte kaum ins Gewicht fallen angesichts der Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes auf etwa ein Drittel (von drei Wochen auf eine). (IDW) (Ende)
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