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pts20000911043 in Forschung

Gilbert Hödl zu WAP-Technologie

WAPpen statt warten


Wien (pts043/11.09.2000/16:48)

WAPpen statt Warten
M-Business kommt. Und WAP bereitet den Weg. Von Gilbert Hödl, Vorstand update.com software AG. Der Artikel erschien Ende August im österreichischen Industriemagazin.

Als "wichtigen Eintrag in der Liste der sinnentleerten Erfindungen unserer Zeit" hat in der letzten Ausgabe Guido Fischer das WAP-Handy diskriminiert. Display und Tastatur der Geräte seien zu klein, die Antwortzeiten zu lang und die multimedialen Elemente des Web gingen verloren. Recht hat er. Verglichen mit einem PC ist das WAP-Handy ein jämmerliches Gerät. Nur: WAP sollte nie den PC ersetzen. Nicht einmal, das Internet in seiner heutigen Form auf ein Handy-Display zu bringen, war je das Ziel. Was das WAP-Handy so interessant macht, ist nicht technischer Schnickschnack, sondern sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die damit verbunden sind. Wer WAP am Computerstandard misst, hat Sinn und Zweck des mobilen Internet in der Tat nicht verstanden.

Tatsache ist, dass die Zahl der mobilen Endgeräte rasant steigt. Vom Kind bis zur Oma ist das Handy derzeit Europa liebstes Spielzeug. Diesen mobilen Telefonierern soll WAP helfen den Zugang zu Produkten und Dienstleistungen im Internet zu nutzen. Und das heißt: Es geht um die Erschließung neuer Märkte. WAP bringt Anwender ins Internet, die an die Anschaffung eines PC nicht einmal einen Gedanken verschwenden. Hierzu nur eine Zahl: Das Marktforschungsunternehmen International Data Corporation geht davon aus, dass es schon 2004 mit 1,3 Milliarden fast doppelt so viele drahtlose wie Festnetz-Zugänge zum Internet geben wird.

Da stellt sich die Frage: Welches Unternehmen kann es sich heute eigentlich noch leisten, dieses Marktpotenzial brach liegen zu lassen? Wer beim Mobile Commerce dabeisein will, tut gut daran, baldmöglichst einzusteigen, anstatt auf vermeintlich bessere Technologien zu warten. Es ist wie im Lotto: Nur wer mitspielt, kann gewinnen. Anders als im Lotto jedoch lässt sich heute schon vorhersagen, dass die "First Mover" gegenüber den "Me-too-Anbietern" ähnliche Wettbewerbsvorteile haben werden wie im heutigen Internet.

Noch wichtiger als im Geschäft mit dem Endverbraucher ist die Rolle von WAP im Business-to-Business-Bereich (B2B). Insbesondere für den Vertrieb von zeitkritischen Waren und Dienstleistungen bietet M-Business via Internet entscheidende Wettbewerbsvorteile. Wer diese Vorteile heute nutzen will, kommt um eine Erkenntnis nicht herum: Derzeit ist der WAP-Browser für mobile Anwender der bequemste Weg ins Internet. Größere Displays und Bandbreiten werden daran nur insofern etwas ändern, als die Nutzung von WAP-Diensten damit noch anwenderfreundlicher wird. Eine Verdrängung der WAP-Technologie ist heute nicht absehbar.

Mit HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) bieten einige Provider bereits jetzt eine höhere Datenübertragungsrate als mit GSM via Satellit und für Herbst dieses Jahres ist mit GPRS (General Packet Radio Service) eine weitere Technik mit höherer Bandbreite von allen Mobilfunkanbietern angekündigt. Und angesichts der Weiterentwicklungen in der Spracherkennung fällt es nicht mehr schwer, sich vorzustellen, dass bereits Ende dieses Jahres die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine per Sprache auch über größere Entfernungen möglich sein wird. Eine Vision, die bis vor kurzem noch Science-Fiction-Charakter hatte.

WAP im Einsatz
Doch auch heute schon stellt die WAP-Technologie ihre Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Bedeutung in der Praxis unter Beweis - allen Unkenrufen visionsloser Technokraten zum Trotz. So beispielsweise bei der Mobilkom Austria AG. Als erstes österreichisches Telekommunikationsunternehmen bietet Mobilkom seinen A1-Kunden die Möglichkeit, per WAP ins Web zu gehen. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen die neue Technologie für die Optimierung seines Kundenmanagements insbesondere bei den Großkunden im Indirektvertrieb. In einem großangelegten Projekt wurden Mitte dieses Jahres die Außendienstmitarbeiter mit WAP-Handys ausgerüstet, die ihnen den mobilen Zugriff auf die zentrale Händlerdatenbank im Unternehmen ermöglichen. Seither bleibt der tragbare PC im Auto.

Jederzeit können die Außendienstmitarbeiter nun ganz bequem den aktuellen Stand der Kundendaten - beispielsweise über erhaltene Lieferungen, Zahlungsverhalten und offene Posten - via Telefon abrufen. Diese Möglichkeit stellt eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter dar. Denn zu ihren Aufgaben zählt neben Beratung und Unterstützung der Händler beim Verkauf von Mobilkom-Produkten auch das Controlling: Sind die Materialien vereinbarungsgemäß platziert? Wie sieht es mit der Wettbewerbspositionierung aus? Hier sind aktuelle Informationen gefragt. Gerade im dynamischen Mobilfunkmarkt sind kurzfristige Änderungen der Verträge und Vereinbarungen an der Tagesordnung. Da ist es für die Außendienstler eine große Hilfe, den gültigen Stand der Vereinbarungen im Gespräch mit dem Kunden abrufen zu können und nicht darüber diskutieren zu müssen, weil er auf dem Notebook eine andere Version hat als der Fillialleiter einer Handelskette in seinem Aktenordner.

Technologievorsprung Europas nutzen
Anwendungen wie diese - und hier handelt es sich nicht um ein Zukunftsszenario, sondern um heutige Realität im österreichischen Geschäftsalltag - haben dazu beigetragen, dass Europas in der Mobilfunktechnologie die Führungrolle erreichte. Wer diesen Vorteil angesichts der Globalisierung der Märkte heute nicht nutzt, dem werden morgen auch die ausgefeiltesten neuen Technologien nichts mehr nützen. Kein Geringerer als IBM musste bei der Erfindung des PCs die bittere Erfahrung machen, dass der Markt ein Technologieunternehmen, das auf die bessere Technologie wartet, mit Verlust der Kundschaft bestraft. (Ende)
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