leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: rh
Tel.: 01/8104530-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

10.04.2026 - 17:30 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
10.04.2026 - 15:15 | Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH
10.04.2026 - 14:30 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
10.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
10.04.2026 - 09:35 | Der Werbetherapeut
pte20000718034 in Leben

Geschmacksvorlieben im Mutterleib geprägt

Mit Muttermilch werden bevorzugte Geschmacksstoffe aufgenommen


Philadelphia (pte034/18.07.2000/16:15)

Wenn der Spinatbrei vom Kinderteller immer auf dem Boden landet, dann hätte Mutter in der Schwangerschaft vielleicht mehr Spinat essen sollen. Denn die Essgewohnheiten der schwangeren und stillenden Mütter prägen offenbar deutlich die Geschmacksvorlieben ihres Nachwuchses. US-Wissenschaftler präsentierten diese Forschungsergebnisse auf einem Symposium der American Psychological Society. http://www.psychologicalscience.org/

46 Frauen im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft hatten an dem Experiment teilgenommen. Das Team um Julie Mennella vom Monell Chemical Senses Center http://www.monell.org/ in Philadelphia teilte sie in drei Gruppen auf: Das erste Drittel trank Karottensaft während der Schwangerschaft, aber nicht während des Stillens; die zweite Gruppe machte es umgekehrt; und die Vergleichsgruppe trank stets nur Wasser.

Als die Säuglinge mit rund sechs Monaten feste Nahrung zugefüttert bekamen, beobachtete man ihre Reaktionen auf den Brei, der entweder mit Wasser oder Karottensaft zubereitet war. Klares Ergebnis: Babys, die im Mutterleib oder in der Muttermilch den Karottengeschmack erfahren hatten, reagierten deutlich begeisterter auf den Karotten-Brei. Die anderen Kinder zeigten keine Vorlieben, berichten die Forscher.

Der Versuch gilt als "erster experimenteller Nachweis", dass Geschmacksvorlieben durch den Mutterleib gehen können. Frühere Studien hatten lediglich statistisch ermittelt: Etwa dass Kinder, deren Säuglingsnahrung einen Vanillegeschmack hatte, später Vanille im Essen bevorzugten. Doch unterstützt das Ergebnis auch die Wichtigkeit des Stillens gegenüber zubereiteter Fläschchenmilch: Zum einen mache es Kinder offener für verschiedene Geschmacksrichtungen, so Mennella, zum anderen lehre es sie - wie alle anderen Säugetierbabys - am gewohnten Geschmack die sicheren und gesunden Nahrungsmittel zu erkennen. Möglicherweise sorgt diese frühe Prägung auch bereits für die Gewöhnung an kulturelle Besonderheiten, etwa an besonders scharfe Gewürze. (wsa) (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: rh
Tel.: 01/8104530-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top