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pte20000823026 in Leben

Gentechnisch verändertes Saatgut erneut im Umlauf

SPÖ-Umweltsprecherin Ulrike Sima fordert Gentechnik-Gipfel in Österreich


Wien (pte026/23.08.2000/14:15)

80.000 kg gentechnisch verändertes Saatgut befindet sich auf Österreichs Feldern. Dabei handelt es sich um importierten Mais aus den USA. Dieses Ergebnis präsentierte die SPÖ-Umweltsprecherin Ulrike Sima heute, Mittwoch, im Rahmen einer Pressekonferenz. Quantitativ und qualitativ ließen die Importkontrollen zu wünschen übrig, weshalb Sima verschärfte Kontrollen fordert.

Beim untersuchten Saatgut handelte es sich um die Maissorte "Clarica" vom multinationalen Saatgutkonzern Pioneer http://www.pioneer.com . Die Untersuchung, durchgeführt vom Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft http://www.bfl.at , ergab Spuren von gentechnisch verändertem Mais. Sima kritisiert in diesem Zusammenhang die unzureichende Ausrüstung österreichischer Forschungsstätten. Bei Untersuchungen handle es sich immer um Allgemeinutersuchungen. Es wäre kaum möglich, einen spezifische Nachweis für eine einzelne gentechnisch veränderte Maissorte zu erbringen.

Die Umweltsprecherin fordert genaue Kontrollen von importiertem Saatgut aus den USA und eine Zertifizierung für Saatguthersteller, um eine Kontamination auszuschließen. Weiters müssten dem Import kontaminierten Saatgutes rechtliche Schritte folgen, da dieses oft ungewollt und unwissend von Bauern eingesetzt werde. Bauern wären über gentechnisch verändertes Saatgut und Futtermittel zu wenig informiert. Untersuchungen, die eine Kontamination von Saatgut ergeben haben, sollten daher veröffentlicht werden.

Sima verlangt auch eine Kennzeichnung bei Futtermitteln. In der EU gibt es seit 1996 gentechnisch verändertes Soja im Futtermittel. Dieses wird in Österreich aber erst seit 1999 kontrolliert. Insgesamt wurden dabei 27 Futterproben mit unterschiedlichem Sojaanteil untersucht, bei 20 Proben lagen positive Ergebnisse vor. Das heißt, der Anteil gentechnisch veränderter Organismen war größer als drei Prozent.

Für den Herbst plant die EU-Kommission die Vorlage einer "Novel-Feed-Verordnung", einen Rechtsrahmen für Futtermittel. Laut Sima schreite dieses Vorhaben nur zögernd voran. Aus diesem Grund plant die Umweltsprecherin einen Gentechnik-Gipfel in Österreich. (Ende)
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