pte20000729019 in Leben
Gentechnik im Supermarkt
Stiftung Warentest kritisiert mangelnde Kennzeichnung
Berlin (pte019/29.07.2000/16:46)
Brot, Kuchen, Desserts, Chips und Süssigkeiten enthalten oft genetisch veränderten Mais oder Soja, wie die Stiftung Warentest http://www.warentest.de in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitung berichtet. Die Konsumentenschützer prüften in Supermärkten 82 Lebensmittel exemplarisch. In 31 Produkten fanden die Tester gentechnisch veränderte Zutaten. Auch Lebensmittel aus Bioläden seien davon betroffen. Keines der Produkte war entsprechend gekennzeichnet.Die von der Stiftung Warentest gefundenen Mengen an fremder Erbsubstanz lagen laut Test meist unter einem Prozent. Nur drei Produkte: ein Pfannkuchen-Mix, ein Sportler-Riegel und ein Tofu-Eis, enthielten einen deutlichen Anteil artfremder Erbsubstanz. Die Tester registrierten hier bis zu 20 Prozent. Doch auch die geringen Mengen in anderen Produkten zeigten, dass die Gentechnik deutsche Ladenregale erobert hat. Immerhin ein Drittel der getesteten Produkte war nicht mehr "gentechnikfrei".
Zumindest was Mais und Soja betrifft, gebe es mittlwerweile keine Garantie mehr, bedauern die Konsumenten. Herkömmliche und genveränderte Sorten würden für die Vermarktung oft gemischt. Unbeabsichtigt könne dies geschehen, wenn genveränderte und konventionelle Sorten in denselben Silos lagern, in denselben Schiffen transportiert werden oder in denselben Mühlen verarbeitet werden. Ob Gentechnik in Lebensmitteln auf lange Sicht negative Auswirkungen hat, bleibe ungewiss. Gentechnik sei eine junge Wissenschaft, Langzeitstudien fehlten. Umso wichtiger seien klare Informationen für den Verbraucher, betont die Stiftung. (Ende)
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