pte20060125016 in Leben
Genetische Unterschiede erklären Nikotinabhängigkeit
Form von CYP2A6 für Nikotinstoffwechsel entscheidend
Tokio/Toronto (pte016/25.01.2006/10:00)
Zwei neue Studien haben neue Erkenntnisse über das Gen CYP2A6 gewonnen, das mit der Abhängigkeit von Zigaretten in Zusammenhang steht. Beide Teams untersuchten die zahlreichen Formen von CYP2A6, das ein Enzym kodiert, das vorwiegend in der Leber aktiv ist und den Nikotinstoffwechsel des Körpers lenkt. Die aktuellen Forschungsergebnisse könnten zu der Entwicklung neuer effektiverer Verfahren zur Raucherentwöhnung führen. Frühere Studien hatten gezeigt, dass Menschen mit einer unwirksamen Form dieses Gens weniger gefährdet sind nikotinabhängig zu werden. Experten gehen davon aus, dass die Nikotinwerte bei den Betroffenen länger erhöht bleiben und damit das Verlangen nach der nächsten Zigarette verzögert wird. Die Menschen tragen verschiedene Formen von CYP2A6 in sich. In bestimmten Teilen der Welt kommt es zu einer stärkeren Ausprägung. Laut Sharon Murphy von der University of Minnesota scheint es in der asiatischen Bevölkerung eine größere Genvariation zu geben. Die Ergebnisse der Studien wurden im European Respiratory Journal http://erj.ersjournals.com und in Molecular Psychiatry http://www.nature.com/mp veröffentlicht.
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