leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: bm
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: miller@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

09.04.2026 - 14:00 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
09.04.2026 - 14:00 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
09.04.2026 - 13:30 | Scientology Kirche Celebrity Centre Wien
09.04.2026 - 13:25 | Musterhauspark GmbH
09.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
pte20000323007 in Leben

Genetische Datenbank sorgt für Unruhe auf Island

Regierung wird Käuflichkeit vorgeworfen


Reykjavik (pte007/23.03.2000/09:15)

Eine heiße Debatte ist über die Rechte für eine genetische Datenbank aller Isländer entbrannt. Der Regierung wird vorgeworfen, Spendengeld vom Biotechnoloige-Unternehmen deCODE, das über die exklusiven Rechte für die Datenbank verfügt, akzeptiert zu haben. http://www.decode.com Obwohl politische Parteien in Island nicht dazu verpflichtet sind, ihre Spender zu nennen, wollen nun immer mehr Isländer über die Hintergründe der Rechtevergabe aufgeklärt werden.

Im Jänner übergab die Gesundheitsministerin Ingibjörg Palmadóttir deCODE-CEO Kari Stefansson die exklusiven Rechte über die Datenbank für die nächsten zwölf Jahre (siehe Bild). "Da deCODE so gut und so schnell bei der Rechtevergabe abschnitt, vermuten viele, dass es sich um Schmiergeld gehandelt hat," so Jon Hafstein, Kolumnist bei der zweitgrößten isländischen Zeitung Dagur. DeCODE hat dementiert, dass die "Independent"-Partei Geld bekommen hat. Die Independent-Partei ist die größte Partei Islands und führt die Zwei-Parteien-Koalitionsregierung. "Es nimmt wohl keiner deCODE das ab, dass die Partei kein Geld bekommen hat," sagte der Vorsitzender der Organisation Mannvernd. http://www.mannvernd.is Mannvernd wirft der Regierung vor, dass die Datenbank verfassungswidrig ist.

Das isländische Parlament hat 1998 beschlossen, eine genetische Datenbank der gesamten Bevölkerung zu erstellen. Da die Insel ziemlich ablegen ist und die Bevölkerung relativ klein ist, weist sie eine hohe Homogenität auf. Genetische Informationen über die 275.000 Isländer sind deshalb für Forscher sehr interessant. Die Wissenschafter hoffen, neue Erkenntnisse über die Verbreitung von Krankheiten und die Auswirkungen von Drogen zu gewinnen. (wired) (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: bm
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: miller@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top