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pte20000703013 in Leben

Genanalyse zur Wahrheitsfindung bei Umweltschutz

DNA-Analysen beweisen unrichtige Angaben über Japans Fangquoten


Auckland/Adelaide (pte013/03.07.2000/12:16)

Jedes Jahr werden von japanischen Walfängern rund 100 Zwergwale für wissenschaftliche Zwecke getötet. Nach Angaben der japanischen Behörden geraten außerdem viele Wale ungewollt in Schleppnetze. Rund 15 Prozent der Wale sollen, so die Angaben der japanischen Behörden, zu einer in der japanischen See lebenden und vom Aussterben bedrohten Population angehören. Mit Hilfe von DNA-Analysen konnten Wissenschaftler nun herausfinden, dass diese Angaben falsch sind.

Der Biologe Scott Baker von der School of Biological Sciences der Universität von Auckland http://www.sbs.auckland.ac.nz und Stephen Palumbi vom Department of Organismic and Evolutionary Biology der Harvard Universität http://www.oeb.harvard.edu/palumbi untersuchten mehr als sechs Jahre lang Walfleisch-Proben, die auf japanischen Märkten und in Restaurants von Mitarbeitern vor Ort erworben wurden. Demnach sollen nicht 15, sondern 30 Prozent der alljährlich getöteten Zwergwale aus der Japanischen See stammen.

Die Japanese Fisheries Association bestreitet die Ergebnisse. Allerdings werden im Rahmen der eigenen Überwachung bisher keine DNA-Tests durchgeführt. Dies soll sich in Zukunft ändern. Der Verkauf von unregistriertem Walfleisch soll dann strenger verfolgt werden. Erst vor zwei Monaten fanden japanische Wissenschaftler der Universität von Hokkaido in Walfleisch Quecksilber-Mengen, die 1.600 Mal höher waren als der erlaubte Grenzwert. Damals äußerte ein Wissenschaftler, er habe noch nie so stark kontaminierte Nahrungsmittel gesehen.

Japan und Norwegen geraten wegen ihres Walfanges immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik. Eine heute, Montag, gestartete Kinderaktion, übergab an den Vorsitzenden der ab heute in Adelaide tagenden Walfangkommission IWC http://ourworld.compuserve.com/homepages/iwcoffice 100.000 Protestpostkarten, die die Schaffung eines Weltnaturparks für Wale fordert.

Zu Beginn der 52. Sitzung der Walfang-Kommission gehe es, so ein Sprecher von Greenpeace http://www.greenpeace.at , um den Wunsch Japans und Norwegens, das Walfang-Moratorium von 1982 zu kippen und die kommerzielle Jagd auf die Meeressäuger wieder zu erlauben. Australien und Neuseeland haben den 40 Mitgliedsländern der Walfangkommission vorgeschlagen, den südlichen Pazifik zum Schutzgebiet für Wale zu erklären. Ein Antrag Japans, Greenpeace den offiziellen Beobachter-Status, den die Umweltorganisation seit 1977 hat, abzuerkennen, wurde abgelehnt. Der gleiche Plan scheiterte bereits auf der Artenschutzkonferenz in Nairobi im April 2000. (Ende)
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