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pte20000623014 in Leben

Gen-Moskitos können Malaria nicht mehr übertragen

Verschiedene Ansätze zur Veränderung des genetischen Aufbaus denkbar


London (pte014/23.06.2000/11:15)

Ein Team europäischer Wissenschaftler hat angekündigt, dass es bald möglich sein wird, Moskitos so zu verändern, dass sie Malaria nicht mehr übertragen. Die Forscher haben ein Verfahren entwickelt, dass ihnen erlaubt, den genetischen Aufbau der Moskitos zu modifizieren. Den Beweis für die Effektivität ihres Verfahrens haben sie jetzt durch den Einbau eines DNA-Fragments erbracht, das die Insekten unter ultraviolettem Licht leuchten läßt. Zur Bekämpfung der Malaria seien verschiedene Ansätze denkbar. Es biete sich an das Immunsystem der Insekten so zu verändern, dass sie den malariaverursachenden Parasiten nicht mehr transportieren. Eine zweite Möglichkeit sei eine Veränderung des Geruchssinns, die sie eher Tiere als Menschen angreifen ließe oder die großangelegte Verbreitung von sterilen männlichen Moskitos.

Das Team importierte ein Stück fremder DNA in die Eier der Moskitos, von wo es dann in die Chromosomen der Larve übernommen wurde. Obwohl bereits andere Insekten auf diese Art verändert wurden, standen die Wissenschaftler bei den Moskitos vor einem besonderen Problem. Die DNA wird in frisch gelegte Moskitoeier injiziert. Diese Eier werden allerdings sehr schnell hart, was die Mikro-Injektionen extrem schwierig macht. Andrea Crisanti vom Londoner Imperial College http://www.bg.ic.ac.uk erklärt, dass erst die Behandlung der Eier mit einem speziellen Wirkstoff den gewünschten Erfolg brachte. Durch die so erzielte Verzögerung des Reifungsprozesses bleibt die Schale länger weich.

Die Tests wurden bereits mit Anopheles stephensi durchgeführt, einem der Hauptüberträger von Malaria in den urbanen Regionen Indiens. Geplant sind Experimente mit Anopheles gambiae, der Malaria im Afrika überträgt, wo 90 Prozent der Erkrankungen stattfinden und jährlich rund eine Million Menschen an den Folgen stirbt. Die Wissenschaftlerin Susan Mayer von Gene Watch http://www.genewatch.org zeigt sich in Bezug auf die praktischen Fragen der Umsetzung im großen Rahmen skeptisch. Es sei noch zu klären, ob die Veränderung einer Population möglich sei. Zusätzlich stellten sich auch ökologische Fragestellungen. Die Ergebnisse der Forschungen wurden in Nature http://www.nature.com veröffentlicht. (bbcnews) (Ende)
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