pte20000620010 in Leben
Gen-Mäuse sind schlauer
GAP-43 steigert Lernvermögen und Gedächtnisleistung
Evanston (pte010/20.06.2000/10:15)
Wissenschaftler der Northwestern University http://www.northwestern.edu haben Mäuse genetisch so verändert, dass sie bei Tests im Labyrinth deutlich besser abschnitten als ihre normalen Artgenossen. Das Team um Aryeh Routtenberg züchtete Mäuse, die größere Mengen eines Proteins produzierten, das das Wachstum von Nervenzellen anregt. Mehr Nervenfasern im Gehirn bedeuteten, dass die Gen-Mäuse schneller lernten. Sie begriffen Aufgaben wie die Futtersuche im Labyrinth deutlich schneller und konnten sich auch länger an die richtige Lösung erinnern. Mit GAP-43 ist jetzt das zweite Einzelgen entschlüsselt worden, das Lernen und Gedächtnis deutlich verbessert. http://www.nwu.edu/nuin/faculty/Routtenberg_AGAP-43 wirkt an den Enden der Nerven, indem es sie anregt zu wachsen. Die Wissenschaftler erklären, dass diese Ergebnisse Aufschlüsse darüber zulassen, wie das Gedächtnis arbeitet. In Zukunft könnten Gene wie GAP-43 bei der Behandlung von degenerativen Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer eine wesentliche Rolle spielen. Im September 1999 hatte ein anderes US-Team mit dem Gen NR2B gezeigt, wie sich Mäusehirne länger jung erhalten lassen. Sie arbeiteten dabei mit der Erhöhung der Anzahl der Verbindungen zwischen den Neuronen. Die aktuellen Forschungsergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Science veröffentlicht. http://www.pnas.org (bbcnews) (Ende)
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