pte20000205014 in Leben
Gehirngröße und Gewalttätigkeit hängen zusammen
Fehlen von Nervenzellen entscheidend
Los Angeles (pte014/05.02.2000/12:00)
Wissenschaftler der University of Southern California http://www.usc.edu haben einen Zusammenhang zwischen Defiziten in bestimmten Gehirnregionen und Gewalttätigkeit hergestellt. Für die Studie wurden die Gehirne von Männern mit einer Persönlichkeitsstörung (Antisocial Personsonality Disorder) mittels eines bildgebenden Verfahrens dargestellt. Alle untersuchten Männer hatten schwere Gewalttaten verübt. Die Ergebnisse belegten, dass diesen Männern Nervenzellen in jener Region der Hirnrinde fehlen, die bei Kindern für das Erlernen von Reuegefühlen, Gewissen und sozialem Feingefühl entscheidend sind. Der Forschungsleiter Adrian Raine glaubt, dass diese Ergebnisse die Diskussion über die freien Wahlmöglichkeiten von Straftätern in eine neue Richtung lenken könnten. http://archpsyc.ama-assn.orgRaine stellt sich die Frage, ob man diese Menschen für ihre Taten voll zur Verantwortung ziehen soll, da sie ja für ihren Gehirnschaden nicht verantwortlich gemacht werden können. Er ist der Meinung, dass diese Probleme bereits in frühester Jugend angepackt werden müssen, wenn das Gehirn noch formbarer ist. Das geringere Hirnvolumen und ein weitgehendes Fehlen von autonomen Reaktionen konnten das Auftreten von einer Antisocial Personsonality Disorder (APD) in mehr als 75 Prozent der Fälle voraussagen. Gleiche Aussagekraft kam psychosozialen Faktoren wie Armut oder Mißbrauch zu. Es handle sich dabei allerdings nur um eine Prädisposition zu unsozialem Verhalten. (bbcnews) (Ende)
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