pte20000712001 in Leben
Gedächtnisschwund nicht immer Alzheimer
Bei einem Drittel können Symptome behandelt werden
Washington (pte001/12.07.2000/08:00)
Gedächtnisschwund ist nicht immer ein Symptom der Alterskrankheit Alzheimer. Dies berichteten dänische Wissenschaftler auf dem "World Alzheimer Congress 2000" http://www.alzheimer2000.org in Washington. Rund ein Drittel der untersuchten Patienten, die an Gedächtnisschwund litten, habe heilbar Symptome, so Gunhild Waldemar, Professorin am Universitätskrankenhaus Kopenhagen.Knapp 800 Patienten mit Gedächtnisschwund wurden in der dänischen Studie über einen Zeitraum von 40 Monaten untersucht. Lediglich 43 Prozent sind mit Alzheimer diagnostiziert worden. Davon sei bei sechs Prozent eine Behandlung zur Milderung der Symptome möglich gewesen, so Waldemar. Insgesamt habe rund ein Drittel potenziell heilbare Symptome gehabt.
Diese Ergebnisse bedeuteten nicht, dass die Alzheimer-Krankheit heilbar sei, betonten die Forscher. Sie weisen jedoch darauf hin, dass es in einigen Fällen begleitende Symptome gebe, die sehr wohl behandelt werden können. Darunter fallen laut Studie Depressionen, erhöhter Blutdruck, Probleme mit den Schilddrüsen und das Wasserkopf-Syndrom. Es sei wichtig zu erkennen, dass Gedächtnisschwund nicht immer gleich Alzheimer bedeute, sagte Waldemar. "Von großer Bedeutung ist auch die Erkenntnis, dass Menschen, die an Alzheimer leiden, manchmal begleitende heilbare Symptome aufweisen, deren Behandlung die Gehirnfunktionen verbessern und die gravierenden Symptome verzögern können."
Rund 5.000 Wissenschaftler treffen sich bis 18. Juli beim zehntägigen Kongress in Washington, um über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimer-Krankheit zu reden.
Siehe: http://www.alzheimer2000.org/news/pr000710.htm (Ende)
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