pte20000501006 in Leben
Frauen kämpfen mit Gewichtsproblemen nach erstem Baby
Mutiertes Gen als Verursacher identifiziert
Essen (pte006/01.05.2000/10:00)
Ein von Essener Wissenschaftlern http://www.uni-essen.de/ identifiziertes "Ur-Gen" mit einer Veränderung in einem sogenannten "G-Protein" hat erheblichen Einfluss darauf, dass Frauen nach der Geburt ihres ersten Kindes langfristig erhebliches Übergewicht mit sich herumtragen. Viele Frauen machen dieselbe, leidvolle Erfahrung: Nach der Geburt ihres ersten Kindes kämpfen sie mit erheblichem Übergewicht, während andere Frauen das Ausgangsgewicht, das sie vor der Schwangerschaft hatten, nahezu mühelos wieder erreichen.Über ihre Forschungsergebnisse berichteten die Essener Wissenschafter Winfried Siffert, Institut für Pharmakologie, Norbert Müller, Institut für Transfusionsmedizin, und Raimund Erbel, Abteilung für Kardiologie, jetzt in der international renommierten, medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Das Wissenschaftlerteam hatte etwa 800 Frauen untersucht, die entweder noch nie ein Baby geboren hatten oder Frauen ein Jahr nach der Geburt ihres ersten Kindes. Dabei kam Erstaunliches zutage: Trägerinnen des "Ur-Gens" mit einer Veränderung in einem so genannten "G-Protein" wogen nach der Geburt ihres Babys erheblich mehr als vor der Schwangerschaft, und die Gewichtssteigerung war auch ein Jahr nach der Entbindung noch deutlich sichtbar. Frauen, die diese Gen-Veränderung nicht aufwiesen oder diese nur von einem Elternteil geerbt hatten, waren deutlich leichter.
Die gute Nachricht: Gegen diese genetische Veranlagung kann man hervorragend "ankämpfen". Winfried Siffert: "Bei den Frauen, die regelmäßig jede Woche zwei Stunden Sport treiben, macht sich das Fettgen überhaupt nicht bemerkbar. Im Gegenteil, sie scheinen ihre Pfunde wieder sehr gut loszuwerden." Nach Überzeugung der Wissenschaftler erhöhen bestimmte Erbanlagen das Risiko für Übergewicht und Fettsucht. Aber nur in Kombination mit äußeren Faktoren wie Bewegungsmangel können sie ihre unerwünschte Wirkung entfalten. Informationen: Professor Dr. Winfried Siffert, E-Mail: winfried.siffert@uni-essen.de (idw) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | rh |
| Tel.: | 01/406 15 22-0 |
| E-Mail: | redaktion@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
