pts20000223016 in Forschung
FMK-Initiative zur Verbesserung sozialer Handy-Akzeptanz
Gallup-Studie: Sorge über gesundheitliche Belastungen deutlich zurückgegangen
Wien (pts016/23.02.2000/12:00)
Bereits zum zweiten Mal wurde im Herbst 1999 im Auftrag des Forum Mobilkommunikation vom Gallup Institut die Einstellung der ÖsterreicherInnen zur mobilen Kommunikation erhoben. Die Ergebnisse dokumentieren, dass in Österreich eine zunehmend differenzierte Kenntnis der Vorteile und Möglichkeiten von Mobiltelefonen zu verzeichnen ist, ebenso wie eine teilweise signifikante Verschiebung im Bereich der Bewertung der Vor- und Nachteile von Handys.Die Angst vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist weit zurückgegangen - Irritationen entstehen dagegen in vermehrtem Ausmaß durch Störungen in unpassenden Situationen. Für das FMK ein klarer Auftrag, durch eine Informationsinitiative zur Bewusstseinsbildung im Bereich der sozialen Verträglichkeit im Umgang mit Mobiltelefonen beizutragen. Michaela Reeh, Geschäftsführerin des FMK, sieht überdies in der überwältigenden Zustimmung (70%) zu einem weiteren Netzausbau "eine deutliche Bestätigung für das FMK, unsere Forderung nach Rechtssicherheit im Netzausbau auch bei der neuen Regierung mit unvermindertem Nachdruck vorzubringen."
Innerhalb von einem Jahr hat sich die Zahl der Handyuser nahezu verdoppelt, Anfang Februar des heurigen Jahres telefonierten bereits 4,3 Mio. Österreicher mobil. Kein Zufall also, dass die Mehrheit der Befragten weit eher Vorteile, als Nachteile der Mobilkommunikation zu nennen wusste. Unumstritten der Aspekt der Soforthilfe und der Einsatz in der Medizin, ebenso die ständige Erreichbarkeit und die höhere Bequemlichkeit. Interessant auch, dass ein tendenzieller Zuwachs bei der "Schaffung von Arbeitsplätzen" und der "Begründung neuer Wirtschaftszweige" zu verzeichnen ist - "Das Bewusstsein der Öffentlichkeit für den Wirtschaftsfaktor Mobilkommunikation nimmt also zu", konstatiert Dr. Lothar Roitner, Vorstandssprecher des FMK.
Für besonders bemerkenswert hält Roitner die erhobene Entwicklung im Bereich der zugeordneten Nachteile: Trotz steigender medialer Präsenz ist die Sorge der österreichischen Bevölkerung hinsichtlich gesundheitlicher Belastungen deutlich zurückgegangen und wird nur noch von 5% der Befragten aktiv ins Treffen geführt. Dagegen werden vor allem Störungen der Privatsphäre bzw. der Umgebung und die ständige Erreichbarkeit als relevante Nachteile der Mobilkommunikation genannt.
Die Bedeutung der sozialen Komponenten gewinnt also bei der Einstellung der ÖsterreicherInnen zur Mobilkommunikation immer mehr an Brisanz - für das FMK ein klarer Handlungsauftrag: "Immerhin handelt es sich bei den am häufigsten genannten Nachteilen durchwegs um Probleme, die man durch richtiges und rücksichtsvolles Verhalten zur Gänze selbst ausschalten kann - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes", so der FMK Vorstandssprecher. Er rät den Konsumenten: "Schalten Sie ab, wenn Sie nicht gestört werden wollen oder wenn Ihre Umwelt durch das Läuten des Handys oder Ihr Gespräch gestört werden könnte!" Diese Empfehlung und die wesentlichen Hinweise für einen rücksichtsvollen Umgang mit dem Handy sind Inhalt einer demnächst gestarteten Informationsinitiative. "Mit einem ´Handyknigge´ will das FMK in der österreichischen Bevölkerung eine Sensibilisierung im Umgang mit Mobiltelefonen erreichen und damit auch einen Beitrag zur besseren sozialen Verträglichkeit der Handys leisten", so Roitner.
Michaela Reeh weist in ihren Ausführungen besonders auf die in der Untersuchung dokumentierte überwältigende Zustimmung zur Notwendigkeit des Netzausbaus hin und die breite Akzeptanz der dafür verantwortlichen Ursachen. Gemeinsam mit dem Umstand, dass ein nach wie vor massiv genannter Nachteil der Mobilkommunikation die schlechte Erreichbarkeit mancher Gebiete darstellt, ist dies ein klares Indiz dafür, dass das FMK mit seiner Forderung nach Rechtssicherheit für den Netzausbau richtig liegt. "Was fehlt", so Reeh, "ist ein klares Regulativ betreffend der Grenzwerte, ein Gesetz, das die in Österreich gültigen ÖNORMEN unter Berücksichtigung der EU-Empfehlungen, ebenso wie jener der WHO und der Internationalen Strahlenschutzkommission ICNIRP, bestätigt, und zwar auf Bundesebene, damit sich auch die Länder an klaren rechtlichen Rahmenbedingungen orientieren können!" Denn vor allem für die bevorstehende Einführung von UMTS und die Bereitstellung der dafür erforderlichen Infrastruktur wird eine Klarstellung der Rechtslage unerlässlich sein.
In diesem Zusammenhang erinnert Reeh die Ressortverantwortlichen der neuen Regierung an einen Gesetzesentwurf, der nun bereits seit einem Jahr vorliegt und dessen Weiterbearbeitung bislang wahrscheinlich dem Wahlkampf zum Opfer gefallen ist. "Jetzt allerdings sollte einer zügigen Vereinheitlichung der Gesetzeslage, einer Harmonisierung der Grenzwerte mit den internationalen Normen und einer Regelung auf Bundesebene nichts mehr im Wege stehen", hofft die FMK-Geschäftsführerin und verweist darauf, dass erst dann die erforderlichen Rahmenbedingungen für Österreichs Eintritt in Mobilfunktechnologie der Zukunft geschaffen wären.
Eine 10seitige Zusammenfassung der Studie kann per E-Mail bei cochlar@comma.at angefordert werden.
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