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pte20000429008 in Forschung

Flugzeug spürt erdnahes Ozon auf

Ozon beeinträchtigt Selbstreinigungskräfte der Atmosphäre


Boulder/Colorado (pte008/29.04.2000/11:30)

Erstmals dringen Wissenschaftler zu chemischen Untersuchungen in die unteren Atmosphäreschichten am Polarkreis vor. Sie wollen eine Reihe von chemischen Substanzen untersuchen, die an Ozonentstehung und Schadstofftransport beteiligt sind, und fliegen dazu mit einem ehemaligen Militär-Transportflugzeug in die eisigen Höhen des Polarkreises. Die Wissenschaftler des National Center for Atmospheric Research (NCAR) wollen klären, inwieweit die Ozonentstehung in den unteren Schichten der Atmosphäre ihre Selbstreinigungskräfte negativ beeinflusst. Das Programm nannten die Wissenschaftler TOPSE (Tropospheric Ozone Production about the Spring Equinox) genannt. http://topse.acd.ucar.edu/

Im Gegensatz zu den oberen Atmosphärenschichten, wo der übermäßige Abbau von Ozon Sorge bereitet, ist in den erdnahen Atmosphärenschichten das Gegenteil der Fall: Vor allem in Ballungsräumen sorgen Schadstoffe aus Industrie und Verkehr - vor allem Stickoxide und Kohlendioxid - dafür, dass übermäßig viel Ozon entsteht. Die Wissenschaftler befürchten, dass die Selbstreinigungskräfte der Atmosphäre dabei Schaden nehmen: "Ozon entsteht ständig und wird wieder zerstört, aber wenn die Balance zu sehr aus dem Gleichgewicht gerät, könnten wir bei einer Schadstoffbelastung landen, die nicht mehr zu tolerieren ist", sagt Elliot Atlas vom NCAR. http://topse.acd.ucar.edu/photos/

Von den Ballungszentren driften diese Schadstoffe auch in arktische Regionen. Die chemischen Prozesse der unteren Atmosphäre im arktischen Frühling sind für die Wissenschaftler entscheidend, um die zunehmende Schadstoffbelastung in nördlichen Breiten zu verstehen. Von Februar bis Mai dieses Jahres dauert die ungewöhnliche Mission. Die Wissenschaftler fliegen dabei ständig zwischen Churchill in Alaska, Ellesmere Island und Thule auf Grönland hin und her, wobei nur in Thule überhaupt ein Hangar steht. "Manchmal frage ich mich, wie wir überhaupt in diese Sache hineingeraten sind", sagt Atlas, der das Experiment selbst mitkreiert hat, "Eine Woche dort oben erscheint wie ein Monat, aber manche wissenschaftliche Fragen sind diese Mühsal wert." (wsa) (Ende)
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