pte20000918008 in Forschung
Flugsicherung nimmt Abschied von Radar
Satellitennavigation und Datalinks ermöglichen lückenlosen Luftraumüberwachung
Washington (pte008/18.09.2000/11:00)
Die US-Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Associoaton http://www.faa.gov und Eurocontol http://egats.org testen ein neues Luftraumüberwachungssystem. Basierend auf dem Satellitennavigationssystem GPS können die Fluglotsen mit ADS-B (Automatic Dependend Surveillance - Broadcast) auch den Luftraum im Radarschatten hoher Hindernisse überwachen. http://adsb.tc.faa.gov/ADS-B/186-subf.htmBisher waren die Fluglotsen bei ihrer Aufgabe auf Radar angewiesen. Radarstrahlen werden aber durch Hindernisse wie Berge oder atmosphärische Störungen behindert. Es entstehen blinde Flecken. Bei ADS-B gehen dagegen die Signale vom Flugzeug aus. Das System ermittelt über GPS die augenblickliche Position des Flugzeugs und gibt sie über ein eigenes Datalink an das Flugsischerungssystem weiter. Die Informationen werden in einem Umkreis von 150 nautische Meilen (270 Kilometer) bei allen Bodenstationen angezeigt. Gleichzeitig können Piloten, deren Flugzeuge über einen Empfänger verfügen, die Bewegungen anderer Flugzeuge in ihrem Luftraum über einen kleinen Monitor verfolgen.
Zusätzlich zu der Position werden die Kennung und augenblickliche Flugbewegungen wie Steig oder Sinkflug oder Änderungen der Flugrichtung weitergegeben. Das System ermöglicht im Gegensatz zu Radar die Überwachung des gesamten Verkehrs einschließlich von sehr tieffliegenden Flugzeugen wie bei Start und Landung sowie Maschinen, die sich am Rollfeld bewegen.
In Europa wird das System bereits in Schweden, Dänemark und Norddeutschland getestet. Auch in den USA läuft ein Großversuch mit 150 Flugzeugen. Andere Testteilnehmer sind die Frachtgesellschaften wie United Parcel Service und Federal Express. Eine endgültige Zertifizierung des Systems für eine weltweite Anwendung durch die FAA wird für den Beginn des nächsten Jahres erwartet. (Ende)
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