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pte20000405018 in Leben

Finasterid wirkt gegen Haarausfall bei Männern

Moderne Medizin lernt von alten Kräutermischern


Raleigh/North Carolina (pte018/05.04.2000/11:00)

Was die alten Kräutermischer, Physici und Wundärzte über die Wirkungen von Kräutern wussten, könnte auch für die moderne Medizin von großem Nutzen sein, wenn sie sich denn befleißigte, auf den Spuren der alten Gelehrten zu wandeln. Diese Ansicht vertrat John Riddle, Geschichtsprofessor an der North Carolina State University in Raleigh, auf dem 219. Jahrestreffen der American Chemical Society in San Francisco. http://www2.ncsu.edu/ncsu/univ_relations/news_services/press_releases/00_03/70.htm

In alter Zeit wusste man oft noch von negativen Nebenwirkungen und anderen, positiven Wirkungen, die in der heutigen Medizin kaum bekannt sind bzw. erst gerade wieder entdeckt wurden. So wird Johanniskraut heute hauptsächlichen bei depressiven Verstimmungen angewandt. Als es im frühen Mittelalter das erste Mal beschrieben wurde, nutzte man es als Antiseptikum bei der Wundbehandlung und zur Behandlung von Blasenproblemen. Überdies war seine abtreibungsfördernde Wirkung bekannt. Riddle zufolge wurde gerade letzteres in der medizinischen Literatur bis 1998 nicht vermerkt. Erst nach Riddles Forschungen schrieben die Hersteller von Johanniskraut-Präparaten diese Wirkung mit auf den Beipackzettel.

Ein ähnlicher Fall ist Finasterid. Der Pharma-Hersteller Merck hatte es unter dem Markennamen Proscar für die Behandlung von Prostata-Problemen bei alten Männern vertrieben. Durch Pharmaforschung entdeckte das Unternehmen, dass Finasterid auch gegen Haarausfall wirkt, allerdings nur bei Männern (Frauen dürfen Finasterid-Präparate auf keinen Fall einnehmen). "Die Wirkstoffe finden sich auch in der Säge-Palme [Serenoa repens] und der Nessel", sagt Riddle. "Die Alten nahmen es schon bei Harnproblemen und für Haarwachstum. Merck hätte sich die ganze Forschung sparen können." http://www.aponetz.de/propecia.html

Dafür, dass das alte Wissen verlorengegangen ist, macht Riddle die westlichen Universitäten verantwortlich. "Die akademische Gemeinschaft verschmähte das volkstümliche Wissen integrierte es nicht in ihr Wissenskorpus." Chinesische und islamische Kulturen kennen diesen Widerspruch nicht. (wsa/ North Carolina State University) (Ende)
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