pte20260310003 in Forschung

Feuerlöschroboter bleibt bei größter Hitze cool

Autonomes System von Hyundai und der National Fire Agency bekämpft Brände und liefert weitere Infos


Autonomer Feuerlöschroboter von Hyundai fertig zur Auslieferung (Foto: hyundaimotorgroup.com)
Autonomer Feuerlöschroboter von Hyundai fertig zur Auslieferung (Foto: hyundaimotorgroup.com)

Seoul/Sejong (pte003/10.03.2026/06:10)

Der südkoreanische Michkonzern Hyundai hat zusammen mit der National Fire Agency (NFA) einen autonom agierenden Feuerlöschroboter mit Vierradantrieb entwickelt. Dieser soll bei Bränden die Aufgaben übernehmen, die für Menschen besonders gefährlich sind. In den vergangenen zehn Jahren sind 1.788 Feuerwehrleute bei Einsätzen verletzt oder getötet wurden. Die neuen Roboter, von denen bisher zwei ausgeliefert worden sind - zwei weitere folgen in Kürze - sollen diese Quote senken.

Kühlender Wasservorhang

Um unter den extremen Bedingungen bei Bränden einsatzfähig zu bleiben, sind die Robo-Fahrzeuge mit einem Wasserwerfer ausgestattet, der sowohl einen fokussierten Strahl abgeben als auch sprühen kann, um Flammen zu kühlen. Das Fahrzeug umgibt sich bei einem Einsatz mit einem Wasservorhang, der verhindert, dass die Temperatur auf mehr als 60 Grad Celsius steigt - selbst bei einer Umgebungstemperatur von 800 Grad Celsius. Die Reifen sind zudem hochtemperaturfest.

Jedes Rad ist mit einem eigenen Motor ausgestattet. Das Fahrzeug ist für eine Spitzengeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Es überwindet Steigungen von 60 Prozent und fährt noch auf einer um 40 Grad geneigten Fläche. Hindernisse, die bis zu 30 Zentimeter hoch sind, überwindet der Roboter spielend. Da er mit unterschiedlichen Kameratypen ausgestattet ist, kann er Infos über die Lage sammeln und an seine menschlichen Kollegen zur Optimierung weitergeben.

KI in der Brandbekämpfung

"Der Wert dieses Roboters liegt nicht nur in seiner Hitzebeständigkeit und seiner Brandbekämpfungsleistung, sondern auch in seiner Rolle als 'physische KI', die an Katastrophenorten eingesetzt wird", sagt Seung-ryong Kim, amtierender Kommissar der NFA. In extremen Umgebungen, die für Feuerwehrleute unzugänglich sind, werde er reale Betriebsdaten sammeln und daraus lernen, um sich zu einer hochentwickelten Katastrophenschutzplattform zu entwickeln.

"Dies wird eine Ära der hybriden Konvergenz einläuten, in der Menschen und Roboter ihre jeweiligen Grenzen überwinden und einen Paradigmenwechsel für KI in der Brandbekämpfung einläuten", unterstreicht der Branchenfachmann abschließend.

(Ende)
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