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pte20000731001 in Leben

Falsche Kopfdrehung bei Unfällen verursacht Koma

Je höher die Aufprallgeschwindigkeit desto länger das Koma


Philadelphia/USA (pte001/31.07.2000/08:45)

Ob ein Mensch durch einen Auto- oder Sportunfall ins Koma fällt, hängt offenbar mit seiner Kopfhaltung beim Aufprall zusammen. US-Neurologen entdeckten diesen direkten Zusammenhang : Wenn der Kopf beim plötzlichen Abbremsen nach unten oder zu einer der Schultern "schnappt", kommt es zum sofortigen Koma. Schwingt der Kopf hingegen in einer Drehbewegung, bleibt der Mensch bei Bewusstsein. Und je höher die Geschwindigkeit beim Aufprall, desto länger dauert das Koma, sagen die Forscher. Ihre Erkenntnisse könnten beim Entwickeln neuer Schutzvorrichtungen helfen: Bei Airbags ebenso wie bei Sicherheitshelmen für Motorradfahrer, Skater oder Footballspieler.

"Es gibt derzeit keine Behandlung für Hirnverletzungen, also müssen wir uns auf die Vorbeugung konzentrieren", erklärt Douglas H. Smith, Neurochirurg an der University of Pennsylvania School of Medicine. http://www.med.upenn.edu/ Sein Forschungsteam untersuchte den Zusammenhang zwischen Kopfhaltung und Koma an zwei Gruppen von Zwergschweinen in Vollnarkose. Bisher war zwar bekannt gewesen, dass Unfallopfer nach einem Schädeltrauma in ein sofortiges Koma fallen können. Die Ursache allerdings war unklar, man vermutete einen diffusen Schaden an den Nervenfasern des Hirns, eine so genannte "diffuse axonale Verletzung" (DAI). Wenn das Hirn im Schädel durch einen heftigen Wechsel von Beschleunigung zu Abbremsung ins Schleudern kommt, werden Nervenfasern gedehnt und gezerrt.

Smiths Studie im Journal of Neurosurgery zeigt jedoch, dass nicht der "diffuse" Aspekt für das Koma verantwortlich ist. Bestimmend ist das Ausmaß der Schäden an den Nervenfasern im Stammhirn, jener Hirnregion, die mit dem Rückgrat verbunden ist. DAI entstanden bei jedem Aufprall, doch nur die Kopfdrehung in der Schulterebene erzeugte große Zerrungen und Nervenfaser-Schäden im Hirnstamm, die sofortiges Koma verursachten.

Allerdings warnt Smith davor, Unfälle ohne Komafolge zu unterschätzen. Ärzte sollten auch solche Patienten sorgfältig ntersuchen. Frühere Studien hatten gezeigt, dass auch ohne Bewusstseinsverlust Hirnschädigungen auftreten können, die zu ernsthaften Langzeitfolgen führen. "Es ist extrem normal, dass Menschen später mit Symptomen kognitiver Funktionsstörungen zum Arzt kommen, obwohl ihre Verletzung zur Zeit des Unfalls gering zu sein schien." (wsa) (Ende)
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