pte20000722007 in Leben
Explosion einer Supernova im Sternbild des Schwan erwartet
KPD1930+2752 werden in den nächsten 200 Millionen Jahren kollidieren
Southampton (pte007/22.07.2000/11:45)
Astronomen der University of Southampton http://www.phys.soton.ac.uk haben einen Stern gefunden, der eine der größten Explosionen unseres Universums verursachen wird. Der Stern KPD1930+2752 im Sternbild des Schwans wird innerhalb der nächsten 200 Millionen Jahre explodieren. Die Wissenschaftler glauben den ersten Stern dieser Art entdeckt zu haben. Sie erwarten sich Aufschlüsse über den Ursprung der Materie und vielleicht die Zukunft des Universums.Bei KPD1930+2752 handelt es sich eigentlich um zwei Sterne. Einer ist ein heißer, heller Stern. Der andere ist ein schwacher, dichter Stern, bekannt als weißer Zwerg. Der heiße Stern kreist so schnell um den weißen Zwerg, dass er für einen Umlauf nur 137 Minuten braucht. Pierre Maxted und seine Kollegen sind überzeugt, dass KPD1930+2752 Schicksal besiegelt ist. Energie werde aufgrund der sogenannten Gravitationsstrahlung verloren. Das bedeute, dass die Sterne irgendwann miteinander kollidieren werden.
Findet diese Kollision statt, entsteht eine gigantische Explosion, eine Supernova. Sie soll so hell sein, dass sie auch von der anderen Seite der Galaxie aus sichtbar sein wird. Als Supernova des Typs 1a wird die Explosion metallische Trümmer in den Weltraum schleudern, vor allem Eisen, Nickel und Kobalt. Fast das ganze Eisenvorkommen der Erde stammt von einer Superova des gleichen Typs, die vor Milliarden Jahren entstand.
Supernovae des Typs 1a sind für Astronomen besonders interessant, da sie bei der Explosion alle ungefähr die gleiche Helligkeit erreichen. Aus diesem Grund können sie für die Messung des Weltraumumfanges herangezogen werden. Durch dieses Verfahren wurde herausgefunden, dass sich das Universum nicht nur ausdehnt, sondern diese Ausdehnung sich auch zu beschleunigen scheint.
Diese Methode funktioniert allerdings nur dann, wenn auch die Supernovae entfernter Galaxien den nahen gleichen. Durch die Entdeckung von KPD1930+2752 wollen die Wissenschaftler in Detailstudien Aufschlüsse über das Verhalten der Supernovae dieses Typs in entfernten Galaxien erhalten. Nähere Informationen zu den Supernovae finden sich im Internet unter http://www.rog.nmm.ac.uk/leaflets/supernovae/supernovae.html (bbcnews) (Ende)
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