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pte20000311007 in Forschung

Ex-Bergwerke dienen als Blockheizkraftwerk

Entweichendes Grubengas als Energiequelle nützen


Oberhausen (pte007/11.03.2000/11:30)

Aus den stillgelegten Bergwerken entweichen zeit- und stellenweise pro Stunde bis zu 1.000 Kubikmeter Grubengas, ein Gemisch aus Methan, Stickstoff und Kohlendioxid , ungenutzt in die Atmosphäre. Forscher von Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) http://www.umsicht.fhg.de/ haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese natürliche Energie zu nutzen.

Zwei Pilotkraftwerke in Herne und Lünen arbeiten inzwischen reibungslos. Saugeinrichtungen fördern das Gas aus einem alten Schacht zu einem Blockheizkraftwerk, wo es zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Bei diesem Prozess wird das Methan verbrannt; das weniger schädliche Kohlendioxid entsteht. Dadurch wird die Umwelt erheblich entlastet. Würde das Gas von sämtlichen alten Bergwerken im Ruhrgebiet genutzt werden, so ständen schätzungsweise 120 Millionen Kubikmeter Methan entsprechend 1,2 Milliarden kWh für die Energiegewinnung pro Jahr zur Verfügung. Damit könnten etwa 66.500 Haushalte mit Energie versorgt werden.

Die Nutzung des Grubengases kann zwar keine Steinkohlekraftwerke ersetzen, die 800 Megawatt Leistung erbringen. Aber im Ruhrgebiet sind immerhin circa 50 Megawatt der sauberen Energie nutzbar. Die beiden Pilotanlagen in Herne und Lünen erzeugen momentan noch 500 bzw. 370 Kilowatt, das Herner Kraftwerk wird jedoch auf 1,5 Megawatt ausgebaut. Diese Art der Energiegewinnung bei gleichzeitiger Umweltentlastung ist auch von globalem Interesse, denn alte Bergwerke gibt es nicht nur in Deutschland. Allein in China schätzen Fachleute die Emission des Gases auf 20 Milliarden Kubikmeter im Jahr ein. Informationen: Clemens Backhaus, Fraunhofer-UMSICHT, E-Mail: ba@umsicht.fhg.de (stpnews) (Ende)
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