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pte20000524005 in Leben

Etikettenschwindel bei Kinder-Süßigkeiten

"Bei Süßwaren für die Jüngsten jede Menge falsche Aussagen"


Wien (pte005/24.05.2000/09:30)

Das österreichische Testmagazin "Der Konsument" nahm für seine jüngste Ausgabe Kinder-Süßigkeiten unter die Lupe: Bei 71 Produkten fanden die Tester gesundheitsbedenkliche Farbstoffe. Erstaunlich war auch das Ergebnis bei Produkten, die mit der Auschrift "viel Milch" oder "mit Milch" als speziell gesundheitsfördernd propagiert wurden: in Wahrheit enthalten diese Produkte nicht mehr Calcium als ein halbes Achtel Milch und meistens mehr Zucker und Fett als herkömmliche Naschereien. Insgesamt wurden 157 Süßwaren vom VKI und vom Fonds gesundes Österreich unter die Lupe genommen. http://www.konsument.at

Das Ergebnis der Tests: ein Großteil der Naschereien enthalten künstliche Azo-Farbstoffe, die im Verdacht stehen, Allergien auszulösen. Dazu zählen vor allem der Farbstoff Ponceau 4 R Cochenillerot, der mit der Kennzahl E 124 auf den Lebensmitteln gekennzeichnet ist, aber auch andere Azo-Farbstoffe, die zum Teil in manchen Staaten verboten sind, da sie, in Mengen genossen, gesundheitsschädlich sind. "All diese Inhaltsstoffe sind in Österreich und in der EU legal, es stellt sich aber die Frage, warum Lebensmittel mit diesen Farbstoffen versehen werden müssen, wenn es gesündere Alternativen gibt", meint Birgit Beck, Ernährungswissenschaftlerin beim VKI. Dabei empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin jene Produkte nicht zu kaufen, die mit vielen E-Nummern versehen sind.

Die Irreführung der Konsumenten liege aber insbesondere bei Produkten vor, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angepriesen werden, meint Petra Burnich, Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung http://www.univie.ac.at/oege gegenüber pressetext.austria. Das gelte vor allem für Süßwaren, die mit Aussagen beworben werden wie "mit extra Milch", "mit Vitaminen", da sie den Eindruck erwecken, besonders wertvoll zu sein. "Diese Art von Marketing ist verwerflich, da diese Produkte keineswegs gesund sind", so Burnich.

"Hier werden Mütter hinters Licht geführt", meint auch Beck. Es wäre besser, wenn ein Kind ein Stück Schokolade und ein Glas Milch bekäme, da in zwei Rippen Vollmilchschokolade genauso viel Calcium enthalten ist wie in den als besonders gesund propagierten und teureren Snack-Riegeln.

Beck empfiehlt auch große Vorsicht bei Produkten, die mit Zuckeraustauschstoffen gesüßt sind. "Bei kleinen Kindern können diese Stoffe zu Durchfall führen. Auch Light-Getränke enthalten Süßstoffe, die für Kinder nicht geeignet sind." Eltern sollten ihre Kinder frühzeitig zu einem vernünftigen Umgang mit Süßigkeiten erziehen, ist die Ernährungswissenschaftlerin überzeugt. Für Rückfragen und Hinweise stehen die Experten von VKI gemeinsam mit dem Fonds gesundes Österreich http://www.fgoe.org von Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0810 810 227 zur Verfügung. (ww) (Ende)
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