pte20000815016 in Leben
Erstmals therapeutisches Klonen bei Maus gelungen
Aus geklonten embroynalen Stammzellen Nerven- und Muskelzellen gewonnen
Melbourne (pte016/15.08.2000/12:09)
Forscher des Monash Institute of Reproduction and Development haben weltweit erstmals aus geklonten embryonalen Mäuse-Stammzellen Nerven- und Muskelzellen gewonnen. http://www.med.monash.edu.au/departments/ird.html Damit ist es ihnen gelungen, alle Schritte des so genannten therapeutischen Klonens in einem Tier durchzuführen. Nähere Informationen finden sich im Internet bei Current Biology (Bd. 10, Nr. 16, S. 989) http://www.bmn.comDiese Technologie basiert auf der Schaffung von Embryos für die folgende "Ernte" spezieller Zellen. Die Forscher hoffen, dass dieses Verfahren in einigen Jahren Fortschritte in der Behandlung von degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson ermöglichen wird.
Langfristig soll neues Gewebe aus dem Erbmaterial von Menschen hergestellt werden, das vom Körper nicht abgestoßen wird. Gegen die Anwendung des therapeutischen Klonens herrschen derzeit allerdings noch ethische und juristische Bedenken.
Der Wissenschaftler Alan Trounson erklärt, dass jetzt das therapeutische Klonen die Schwelle von der Theorie zur Praxis überschritten habe. "Wir haben gezeigt, dass dieses Modell bei einer Maus funktioniert. Wenn wir es beim Menschen anwenden, sind die gleichen Ergebnisse zu erwarten."
Die Doktorandin Megan Munsi verschmolz das genetische Material einer Maus mit einer leeren Eizelle. Die Stammzellen des entstandenen Embryos wurden dann geerntet und ohne Abstoßungsreaktion wieder in die Ursprungsmaus transplantiert. Wissenschaftler glauben, dass wenn sie die Produktion dieser Stammzellen nach Wunsch lenken können, und jede Art von Transplantat möglich wird. (Ende)
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