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pte20000720013 in Leben

Erstes Implantat für "normal Schwerhörige"

Probleme für Schwerhörige verringern sich


Ann Arbor/USA (pte013/20.07.2000/11:15)

Ein implantierbares Hörgerät soll die Probleme beseitigen, die manch ein Schwerhöriger mit einer herkömmlichen Hörhilfe hat: Verzerrte Geräusche, akustische Rückkopplungen oder eine schlechte Passform. Während es für Patienten mit schweren Hörfehlern bis zur Taubheit bereits seit einigen Jahren das so genannte Cochlear-Implantat gibt (ein Gerät, das in die Hörschnecke gepflanzt wird), kommt nun das erste Implantat für "normal Schwerhörige". Die "Symphonix Soundbridge" wandelt Geräusche in elektrische Signale und wiederum in Vibrationen, die direkt auf die Knochen des Mittelohrs wirken. Das Ergebnis ist natürlicher, weniger verzerrter Ton. Herkömmliche Hörgeräte verstärken lediglich Geräusche.

"Wir sind sehr beeindruckt von den ersten Ergebnissen der klinischen Studien", erklärt H. Alexander Arts, HNO-Professor an der University of Michigan. http://www.med.umich.edu/oto/ Er und Kollegen an weiteren großen US-Gesundheitszentren unterziehen das Implantat der Firma Symphonix den letzten klinischen Tests. http://www.symphonix.com/

Die "Soundbridge" besteht aus zwei Teilen. "Unter die Haut" kommt ein winziger Umformer von der Größe eines Reiskorns, der an einem Mittelohrknochen, dem Amboss, sitzt. Ein Magnet samt Spule im Umformer versetzt den Knochen in Schwingungen, was den Hörnerv stimuliert. Dieser wiederum leitet die Signale zum Hirn. Mit dem Umformer per Draht verbunden, ebenfalls unter der Haut, ist ein kleiner Sender, der hinter dem Ohr sitzt. Darauf sitzt außen auf der Haut der zweite Teil des Gerätes, nur durch einen Magnet gehalten. "Die externe Vorrichtung nimmt den Ton und wandelt ihn in ein elektrisches Signal, das sie an die interne Vorrichtung überträgt", erklärt Arts.

Die Operation selbst ist unkompliziert, dauert im Schnitt zweieinhalb Stunden und verursacht kaum Schmerzen, so der Mediziner. Nach zwei Tagen seien die Patienten bereits wieder arbeitsfähig. Auf das "neue Hören" müssen sie allerdings zwei Monate warten, bis die Operationswunden komplett ausgeheilt sind. Dann wird das externe Gerät angebracht und ein Spezialist passt am Computer Lautstärke und verschiedene Frequenzeinstellungen exakt an den Patienten an. (wsa) (Ende)
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