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pte20040723019 in Leben

Epilepsie als Störung der Signal-"Bremse" im Gehirn

Neuer Ansatz soll verbesserte Medikamente bringen


Bonn (pte019/23.07.2004/12:32)

Ein internationales Forscherteam von Medizinern aus den USA, Frankreich und der Universität Bonn hat einen neuen Ansatz zur Behandlung von Epilepsie entdeckt. Bisher hat sich die Epilepsie-Forschung vor allem auf die Übertragung der Nervenzell-Signale an den Synapsen konzentriert. Die Wissenschaftler glauben aber, dass auch die Signalverarbeitung in den Nervenzellen selbst verändert ist. Bei Gesunden dämpfen bestimmte Ionenkanäle die Nerven-Aktivität. Die Wissenschaftler haben bei epileptischen Ratten festgestellt, dass diese Signal-Bremse gestört ist, berichten sie in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science http://www.sciencemag.org . Nach den Beobachtungen verfügen die epilepsiekranken Ratten über viel weniger funktionsfähige Ionenkanäle als ihre gesunden Artgenossen.

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