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pte20000329005 in Leben

Einzelne Mutation soll für Entwicklung der Sprache entscheidend sein

Zusammenhang zwischen Sprachfähigkeit und Geisteskrankheiten angenommen


Oxford (pte005/29.03.2000/10:15)

Professor Tim Crow von der Oxford University http://www.ox.ac.uk hat eine aufsehenerregende Theorie über den Ursprung der menschlichen Sprache aufgestellt. Der Wissenschaftler glaubt, dass eine einzelne Mutation im Gehirn eines Menschen, der vor vielen Tausenden Jahren gelebt hat, entscheidend war. Laut Crow könnte eine Mutation in den männlichen Y-Chromosomen eine Serie von biochemischen Veränderungen ausgelöst haben, die schließlich zur Spezialisation der beiden Gehirnhälften und der Entwicklung der Sprachfähigkeit geführt haben. Den Nachweis für die Richtigkeit seiner Theorie könne man laut Crow mit genetischen Untersuchungsmethoden erbringen.

"Meine Theorie geht davon aus, dass eine Veränderung in den Chromosomen stattgefunden hat. Wir wissen viel über die Chromosomen des Menschen sowie über Schimpansen und andere Affen, die in vielen Fällen ähnlich sind. Es gibt jedoch kleine Unterschiede und die Frage ist, ob einer dieser Unterschiede für die Unterscheidung von Mensch und Affe entscheidend ist." Crow glaubt auch, dass diese entscheidende Mutation den Menschen anfällig für Geisteskrankheiten wie Schizophrenie und manische Depression gemacht hat. Beide Erkrankungen können zu einem Zusammenbruch der Sprachverarbeitungsfähigkeit des Gehirns führen. (bbcnews) (Ende)
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