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pte20000627012 in Forschung

Einspritzdüsen fürs Drei-Liter-Auto entwickelt

Lochdurchmesser der Einspritzdüsen auf weniger als einen Zehntel Millimeter verringert


Jena (pte012/27.06.2000/11:00)

Effiziente Einspritzdüsen für sparsame Motoren im künftigen Drei-Liter-Auto soll ein Gemeinschaftsprojekt aus Wissenschaft und Industrie entwickeln. Daran beteiligt ist neben Bosch und DaimlerChrysler auch das Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität. http://www.uni-jena.de/ Die Jenaer Physiker befassen sich mit einer Schlüsselfrage im Projekt: Wie kann der Lochdurchmesser der Einspritzdüsen auf deutlich weniger als einen Zehntel Millimeter verringert und überdies mit einer speziellen Geometrie versehen werden?

"Wenn durch die Einspitzdüsen das Kraftstoff-Luft-Gemisch in der Brennkammer noch feiner und besser verwirbelt wird, steigt der Wirkungsgrad erheblich, und auch die Schadstoffbelastung der Umwelt sinkt", erläutert Prof. Dr. Andreas Tünnermann. Das Problem liegt in der bisherigen Technologie der Materialbearbeitung. Denn die Düsenöffnungen werden in der Kfz-Industrie immer noch nach einem so genannten Funken-Erodierverfahren mit Hilfe einer Opfer-Elektrode in das Material geschmolzen. "Ein gravierender Nachteil dieses Verfahrens ist, dass eine präzise Loch-Geometrie praktisch nicht steuerbar ist", bemerkt der Jenaer Professor.

Deshalb soll diese Aufgabe künftig ein moderner Laser übernehmen, dessen Zielparameter Tünnermanns Team herauszufinden hat. "Wir haben bereits demonstriert, dass beim Einsatz extrem kurz gepulster Laser keine Materialverformungen auftreten", verrät Tünnermanns Mitarbeiter Dr. Stefan Nolte. Tünnermann rechnet damit, in zwei Jahren am Ziel der Wünsche angelangt zu sein. "Es ist besser, sich um technologischen Fortschritt zu kümmern, als über hohe Benzinpreise zu klagen", kommentiert er trocken. Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, E-Mail: tuennermann@iap.uni-jena.de (idw) (Ende)
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