pte20000714022 in Forschung
Eigenen PC über Nacht vermieten
Internetzugang ist die einzige Voraussetzung
Austin/Alabama (pte022/14.07.2000/14:15)
Eine Reihe amerikanischer Unternehmen hat angekündigt, dass sie in Zukunft Computerbesitzer für die Nutzung ihrer nicht ausgelasteten Computer bezahlen wird. Die amerikanischen Unternehmen Parabon, http://www.parabon.com Distributed Science http://www.distributedscience.com und United Devices http://www.uniteddevices.com planen komplexe Computerarbeiten aufzuteilen und sie via Internet auf Zehntausende PCs zu verteilen. Die notwendige Software wird aus dem Internet heruntergeladen und der Computer online geschaltet.Bis jetzt ist nicht klar, wieviel für die Überlassung der Computer gezahlt werden wird. Steve Armentrout, der Gründer von Parabon, will die genauen Zahlen im Herbst veröffentlichen. Bezahlt werde auf Basis der geleisteten Arbeit des Computers in Megahertz-Stunden. "Wir schätzen, dass ein durchschnittlicher PC monatlich so mindestens zehn Dollar bringen kann", erklärt Jim Albea von Distributed Science.
United Devices wurde von David Anderson gegründet, dem Initiator des Seti-Projekts, das im ersten Jahr seines Bestehens 300.000 Jahre Computerzeit von ungenutzten Geräten ansammeln konnte. Distributed Science ist überzeugt, dass diese verteilten Supernetzwerke die doppelte Computerpower haben werden wie der neueste Supercomputer von IBM. Bis jetzt hätten sich 39.000 Teilnehmer mit 77.000 Geräten angemeldet, erklärt Albea. Durchschnittlich registrierten 300 Interessierte täglich weitere 500 Computer.
Das System arbeitet ähnlich wie das Seti-Projekt. Große Programme z. B. für wissenschaftliche Fragestellungen werden in Tausende kleine Einheiten aufgeteilt, die an die Teilnehmer weitergeleitet werden. Das Programm beginnt erst dann zu laufen, wenn der Computer ungenutzt ist. Dabei sei man nicht wie beim Seti-Projekt auf ein einzelnes Projekt beschränkt. "Unser Netzwerk lässt für verschiedenste Aufgabenstellungen einsetzen." Gegen Hacker schützt man sich beispielsweise bei Distributed Science durch eine 128-Bit Verschlüsselung aller Kommunikationsschritte. (newscientist) (Ende)
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