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Die letzte Bastion des Seins - Heidi Falk-Koller eröffnet mit "Prozessualem Realismus" neue Räume des Denkens

Auf der 1sten ELITE Art Fair auf der Burg Bratislava


Schau mit Falk-Koller (im Bild); Kuratorin: Michaela Lukmann, MA MBA (© Mikizzaner)
Schau mit Falk-Koller (im Bild); Kuratorin: Michaela Lukmann, MA MBA (© Mikizzaner)

Bratislava/Klagenfurt (ptp018/09.10.2026/15:00)

In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, globaler Unsicherheiten und zunehmender Entfremdung rückt die österreichische Künstlerin Heidi Falk-Koller den Menschen selbst ins Zentrum ihrer künstlerischen Forschung. Im Rahmen der renommierten ELITE Art Fair Bratislava, die auf der historischen Burg Bratislava stattfindet und internationale Positionen zeitgenössischer Kunst versammelt, präsentiert die Kärntner Malerin aktuelle Arbeiten, die sich mit den Fragen menschlicher Existenz auseinandersetzen.

Prozessualer Realismus als künstlerische Haltung

Heidi Falk-Koller entwickelte über viele Jahre hinweg ihren eigenen kunsttheoretischen Ansatz, den sie als "Prozessualen Realismus" bezeichnet. Anders als traditionelle Formen realistischer Malerei versteht dieser Ansatz das Bild nicht als bloße Abbildung einer Realität, sondern als sichtbare Spur eines Erkenntnisprozesses.

Malen wird dabei zu einem offenen Dialog zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, zwischen Kontrolle und Loslassen. Schicht für Schicht entstehen Bildräume, in denen psychische Zustände, emotionale Erinnerungen und existenzielle Erfahrungen sichtbar werden. Dabei verbindet die Künstlerin klassische Ölmalerei auf Leinen mit expressiven Acryl- und Mischtechniken. Die technische Vielfalt dient nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, die Komplexität menschlicher Erfahrungen auszudrücken. Verdichtungen, Überlagerungen und Auflösungen werden zu bildnerischen Metaphern für die Herausforderungen des Menschseins.

Körperlichkeit als Spiegel der Gegenwart

Die in Bratislava gezeigten Werkzyklen thematisieren das Spannungsfeld von "Körper sein und Körper haben". Falk-Koller untersucht dabei nicht den idealisierten oder perfekten Körper, sondern den Menschen in seiner Verletzlichkeit, seiner Suche nach Orientierung und seinem Wunsch nach Zugehörigkeit.

Ihre Figuren bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Sie erscheinen als Träger individueller Geschichten und zugleich als universelle Symbole eines kollektiven Erlebens. In einer Zeit zunehmender Digitalisierung erinnern die Werke daran, dass jede gesellschaftliche Entwicklung letztlich am Menschen und seinem Körper erfahrbar wird.

Im Dialog mit der österreichischen Kunstgeschichte

Kunsthistorisch eröffnen Falk-Kollers Arbeiten interessante Bezüge zum Werk der österreichischen Malerin Maria Lassnig, die mit ihrem Konzept des "Körperbewusstseins" internationale Kunstgeschichte schrieb. Während Lassnig den Körper vor allem aus der Perspektive subjektiver Wahrnehmung erforschte und psychophysische Zustände unmittelbar sichtbar machte, erweitert Falk-Koller diesen Ansatz um soziale, spirituelle und gesellschaftliche Dimensionen. Ihre Bildwelten zeigen den Menschen als Teil eines größeren Beziehungsgefüges zwischen Individuum, Gemeinschaft und Natur.

Der "Prozessuale Realismus" wird damit zu einem Instrument, um die Verbindung von innerer und äußerer Wirklichkeit neu zu verhandeln.

Internationale Präsenz und kulturelles Engagement

Die Teilnahme an der ELITE Art Fair Bratislava unterstreicht die zunehmende internationale Sichtbarkeit der Künstlerin. Als Mitglied der Plattform Mikizzaner www.mikizzaner.at engagiert sich Heidi Falk-Koller nicht nur für ihr eigenes Werk, sondern auch für die Vernetzung zeitgenössischer Kunstschaffender innerhalb Europas.

Zu ihren gesellschaftlich relevanten Arbeiten zählt unter anderem das für einen europäischen Klimawettbewerb nominierte Werk "Kostbarkeit Leben – Precious Life", das die Verantwortung des Menschen gegenüber kommenden Generationen thematisiert.

Für Falk-Koller ist Kunst weit mehr als ästhetischer Ausdruck. Sie versteht ihr Schaffen als kulturellen Dialograum, der Verständigung ermöglicht, Perspektiven erweitert und Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten baut.

Ausstellung auf der Burg Bratislava

Mit ihrer Präsentation auf der historischen Burg Bratislava lädt Heidi Falk-Koller ein internationales Publikum dazu ein, in ein emotional vielschichtiges und zugleich hochaktuelles Universum einzutauchen. Ihre Werke eröffnen Räume des Nachdenkens über Identität, Verletzlichkeit, Hoffnung und die Frage, was den Menschen im Kern seines Seins ausmacht.

Weitere Informationen zur Künstlerin: www.falkkoller.at

Ausstellung: 1st ELITE Art Fair Bratislava 2026
Künstler: Heidi Falk-Koller
Ort: Burg Bratislava, Slowakei
Zeitraum: 6. bis 15. Oktober 2026
Organisation: Plattform Mikizzaner
Partner: European ARTFORUM

(Ende)
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