pte20060126014 in Leben
Dickdarm-Krebs in Österreich: 5.000 Neuerkrankungen
Wissenschaftler fordern Nutzung einer genetischen Analyse
Wien (pte014/26.01.2006/11:00)
In Österreich erkranken jährlich 5.000 Menschen an Dickdarmkrebs. Etwa fünf bis zehn Prozent davon mit einer erblichen Belastung. Bei von Dickdarmkrebs betroffenen Familien könnte eine genetische Analyse Klarheit schaffen. Durch diese Prädiktive Genetische Diagnostik (PGD) können Familienmitglieder, die eine Veränderung im Erbgut tragen, identifiziert und von denen unterschieden werden, die nicht betroffen sind. Dadurch könnten gesunde Familienmitglieder von den aufwändigen Vorsorgeuntersuchungen ausgeschlossen werden. Familienangehörige, bei denen jedoch eine Mutation im Erbgut gefunden wird, kann dringend empfohlen werden, sich regelmäßig gründlich untersuchen zu lassen. Denn bei ihnen liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Dickdarm-Karzinom bei 80 Prozent. In Deutschland, in der Schweiz und in den Niederlanden werden genetische Analysen bereits genutzt. "Wir fordern, dass Österreich diesbezüglich nachzieht", sagt Michael Krainer vom Center of Competence for Genetic Analysis des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Wien http://www.meduniwien.ac.at gegenüber pressetext.
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