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pte20000811021 in Leben

Diabetes möglicherweise virale Erkrankung

Australische Forscher entdecken Hinweise zwischen Rotaviren und Diabetes


Melbourne (pte021/11.08.2000/13:26)

Australischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen Kausalzusammenhang zwischen der Erkrankung durch Rotaviren und dem Auftreten von Diabetes herzustellen: sie untersuchten 54 Kinder, in deren Familien Diabetes vorkam, vom Säuglingsalter bis zum sechsten Lebensjahr. Bei 24 Patienten, die am Typ I Diabetes erkrankten, zeigte sich eine abnorme Reaktion des Immunsystems: Die Zahl der Antikörper, die die Bauchspeicheldrüse attackieren, stieg während jeder Infektion mit Rotaviren drastisch an.

Beim jugendlichen Diabetes, auch Diabetes Typ I genannt, greift das Immunsystem des Kranken auch Insulin-produzierende Zellen an. Der Blutzuckerspiegel kann daher nur reguliert werden, indem die Patienten regelmäßig das Hormon Insulin spritzen. Das Ärzteteam von Margo Honeyman vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research in Melbourne http://www.wehi.edu.au will nun erforschen, wie diese Angriffe ausgelöst werden, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" http://www.newscientist.com in seiner neuesten Ausgabe. Die Forscher gehen davon aus, dass die Viren, die jährlich vor allem in den Wintermonaten auftreten und Durchfall verursachen, die Bauchspeicheldrüse attackieren und dadurch das Immunsystem stimulieren. In diesem Fall könnten Impfungen gegen die Viren auch das Risiko verringern, an Diabetes zu erkranken.

Honeyman fiel aber schon vor zwei Jahren auf, dass einige Bestandteile von Rotaviren Eiweißen auf den Zellen der Bauspeicheldrüse ähneln, die die Fehlreaktion des Immunsystems auslösen. Dies hieße, dass die Viren-Zellen den Insulin-produzierenden Zellen so ähnlich sind, dass es zu einer Verwechslung kommt. Die Immunabwehr richte sich dann auch irrtümlich gegen das Gewebe der Bauchspeicheldrüse. Wenn dies der Fall wäre, dann könnten Impfungen gegen Rotaviren auch das Risiko erhöhen, an Diabetes zu erkranken.

Fortschritte gibt es hingegen bei der Behandlung von Alterszucker. Zwar produziert bei dieser Erkrankung der Körper die nötige Menge des Hormons Insulin, aber verschiedene Zellen reagieren nicht mehr auf diesen Signalstoff. Amerikanische Forscher wollen in Zukunft das Gewürz Zimt bei der Behandlung von Diabetes II einsetzen, da es sich günstig auf den Krankheitsverlauf auswirke, so der Ernährungswissenschaftler Richard Anderson vom US-Agricultural Research Service in Beltsville, Maryland. http://www.barc.usda.gov

Im Mäuseversuch bewirkte eine in Zimt enthaltene Substanz das Absinken des Blutzuckerspiegels und den Befehl an den Organismus zur vermehrten Aufnahme von Zucker. Somit ließ sich die verlorengegangene Sensibilität wieder steigern, der Blutzuckerspiegel sank drastisch ab. (Ende)
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