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pte20000516032 in Leben

Deutsche Techniker präsentieren neuen Glasfaserbeton

Glas macht Rollladenkästen zu tragenden Bauelementen


Dresden (pte032/16.05.2000/14:34)

Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden http://www.tu-dresden.de haben Rollladenkästen aus dem neuen Werkstoff Glasfaserbeton hergestellt, die zugleich auch Fensterstürze sind. Ziel der Ingenieure ist die Weiterentwicklung des neuen Baustoffes. Damit könnten völlig neuartige Konstruktionen gebaut werden, die mit den filigranen Glasfasermatten stabilisiert werden.

"Man kann jetzt Bauteile aus Beton herstellen, die früher nicht möglich waren, da die Stahlbewehrung zu viel Platz wegnimmt", sagt Manfred Curbach vom Dresdener Institut für Tragwerke und Baustoffe. Der Professor denkt in erster Linie daran, Rohre oder Wandverkleidungen derart zu gestalten, dass sie einen Teil der Last mittragen.

Der bisherige Baustoff Stahlbeton hat einige Probleme: einerseits sind die Stahlteile selbst groß, andererseits müssen sie in eine drei bis vier Zentimeter dicke Betonschicht eingegossen werden, um sie vor dem Durchrosten zu schützen. Der Zement, der für Stahlbeton verwendet wird, ist basisch und verhindert das Verrotten des stützenden Metalls innerhalb des Betonmantels. Der Nachteil des Betonmantels liegt aber auch darin, dass er die Wände schwerer macht, als für die Stabilität nötig wäre. Die Vorteile von Glas sind offensichtlich: es rostet nicht und die Glasbetonplatte ist nur einen Zentimeter dick.

Für die neuen Konstruktionen wird jedoch kein gewöhnliches Fensterglas verwendet, da dieses im alkalischen Milieu des Zements zerfallen würde. Das Glas besteht aus Zirkoniumoxid-haltigen Glasfasern, aus denen die Forscher so genannte Gelege herstellen.
"Das ist kein Gewebe, bei dem die Fasern umeinander verschlungen werden. Durch das Auf und Ab würden sie instabil. Wir legen sie einfach gerade übereinander. An den Knotenpunkten verknüpfen wir die Glasfasern dann mit einem Kunststofffaden", so Curbach.

Die Glasfasermatten sehen aus wie grobe Gardinen. Zwischen den Fasern, die in vier Bahn-Richtungen gelegt werden, ist etwa ein halber Zentimeter Platz. Dadurch können die Matten die Kräfte, die etwa auf einen Fenstersturz wirken, optimal auffangen. Die Matten werden so in den Beton eingebettet, dass sie in Richtung der Belastung liegen, die die Wissenschaftler erwarten. Statt einem Betonklotz werden die Wände über den Fenstern von einer ein Zentimeter dünnen Wand getragen. (Ende)
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