pte20000216003 in Leben
Deutsche Nachbarn reisen weniger
Reiseintensität sinkt kontinuierlich - Krisenstimmung in Österreich?
Hamburg (pte003/16.02.2000/08:00)
Obwohl man in Österreich bereits auf den Wiederaufschwung gehofft hat - die Reiseintensität der deutschen Nachbarn ist 1999 im Vergleich zum Jahr in dreifacher Weise gesunken: Weniger verreisen, die Reisedauer verkürzen und bescheidener im Urlaub leben lauten die aktuellen Trends. Das ist das Ergebnis der 10. "Gesamtdeutschen Tourismusanalyse" des Freizeit-Forschungsinstituts von British American Tobacco, bei der 5000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubsverhalten sowie nach ihren Reiseabsichten für das laufende Jahr befragt wurden.Laut der Umfrage sank die Reiseintensität 1999 im Vergleich zum Vorjahr von 56 auf 54 Prozent. Gleichzeitig verkürzte sich die durchschnittliche Reisedauer von 16,3 Tagen im Jahr 1990 auf nunmehr 14,8 Tage. Den Trend "Vom Jahresurlaub zum Kurzurlaub" bekommen vor allem Naherholungsgebiete und Feriengebiete in den angrenzenden Nachbarländern zu spüren, die große Mühe haben, überhaupt noch Zwei-Wochen-Urlauber zu gewinnen.
Während sich Urlauber an der Nordseeküste durchschnittlich 13,1 Tage aufhalten, sind dies im Schwarzwald 11,7 und in Bayern sogar nur 10 Tage. Änliches gilt auch für Österreich. Grund für die Entwicklung sei das zunehmende Aufbrechen der Regel "Am Urlaub wird zuletzt gespart", weshalb nun auch die Reisebranche in den "Zangengriff von Zeit und Geld" gerate. Dass wieder einmal Österreichs Sommertourismus darunter leiden könnte, wird nun befürchtet. http://www.bat.de/navigation/news04.html (Ende)
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