pte20000627013 in Leben
Den Heilstoffen von Laucharten auf der Spur
Schwefelhaltige Allicin enthält heilende Substenzen
Bonn (pte013/27.06.2000/11:15)
Innerhalb von nur drei Jahren wollen deutsche Wissenschaftler die medizinisch wertvollen Substanzen sämtlicher wilder Laucharten - Verwandten des Knoblauchs - aufspüren. Unter den insgesamt etwa 800 Pflanzen haben sie bereits eine osteuropäische Lauchart, Allium obliquum, mit der höchsten bisher bekannten Inhaltstoffmenge entdeckt.Um die große Menge an Analysen zu bewältigen, arbeitet die Arbeitsgruppe von Michael Keusgen an der Universität Bonn http://www.uni-bonn.de/pharmbio/ mit einem vollautomatischen Biosensor. Mit dem Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) http://www.wgl.de/institute/c/IPK.html zusammen wollen die Bonner Forscher alle Laucharten auf ihren therapeutischen Nutzen hin bewerten.
Für die Heilwirkung der Laucharten sind im wesentlichen schwefelhaltige Inhaltstoffe verantwortlich - eine äußerst komplexe Stoffgruppe. Im Knoblauch etwa ist es das stark riechende Allicin. Es hat eine antiatherosklerotische und lipidspiegelsenkende Wirkung und wird daher als Hausmittel bei Herz- und Kreislaufproblemen eingesetzt. Auch scheint Knoblauch eine antioxidatives Potenzial zu haben und könnte damit Krebserkrankungen im Magen-Darmbereich vorbeugen. (wsa) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | rh |
| Tel.: | 01/8104530-0 |
| E-Mail: | redaktion@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
