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pte20000313043 in Leben

DDR-Raubgold im Netz

Eigentümer enteigneter Schmuckstücke sollen durch das Internet gefunden werden


Berlin (pte043/13.03.2000/16:28)

Ehemalige Ostdeutsche, von denen der Staatssicherheitsdienst der DDR (Stasi) Wertgegenstände enteignet hat, erhalten nun die Möglichkeit, diese durch eine Online-Aktion wieder zu bekommen. Der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Berlin (LStU Berlin) hat Fotos diverser Wertgegenstände auf seiner Homepage veröffentlicht, die zu DDR-Zeiten zwecks Devisenschaffung von den Eigentümern entwendet wurden. http://www.berlin.de/new/Land/NachGeo/Stasibeauftragter/

Unter dem Motto "Devisennot kennt kein Gebot" hat die Stasi-Abteilung "Kommerzielle Koordinierung" während der 70er und 80er Jahren vielfach Kunstgegenstände, Schmuck, Briefmarken oder Antiquitäten auf dubiose Weise erworben. Manches Strafverfahren sei ausschließlich mit dem Ziel geführt worden, Vorwände für Vermögenseinziehungen zu finden, heißt es auf der Homepage. Der Wert der Gegenstände wurde oft maßlos übertrieben, damit man eine unbezahlbare Geldstrafe wegen Verletzung des Zollgesetzes oder der Geldverkehrsordnung über den Eigentümer hängen könnte. Da diese nicht bezahlt werden konnten, wurden die Gegenstände beschlagnahmt. Diese wurden dann im westlichen Ausland verkauft. Auf diese Weise konnte die Stasi schätzungsweise 50 Mio. DM anschaffen.

Es sei nicht mehr möglich, die Herkunft der Restbestände dieser Artikel nachzuforschen, so LStU-Sprecher Falco Werkentin. "Wir setzen deshalb auf das Internet, weil wir dadurch viele Leute erreichen können." Die Artikel, die auf der LStU-Homepage zu finden sind, seien heute nicht unbedingt vom hohen finanziellen Wert. Vielmehr seien sie wohl von sentimentaler Bedeutung für die Eigentümer. Sehr große Hoffnung sollte man aber nicht haben, da heute nur noch ein Bruchteil der enteigneten Gegenstände vorhanden sei. (wired/bm) (Ende)
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