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pte20000408002 in Forschung

DAVID misst Blutfluss in der Lunge

Gerät zur nichtinvasiven Messung entwickelt


Dresden (pte002/08.04.2000/13:00)

Der Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivtherapie an der Technischen Universität Dresden (TUD) http://www.tu-dresden.de ist es in Kooperation mit der Leipziger Firma MedServ gelungen, ein Gerät zur nichtinvasiven Messung des Blutflusses zu entwickeln. DAVID wird vom 11.bis 14. April 2000 auf der Analytica http://www.analytica.de in München als Weltneuheit präsentiert.

Die Bestimmung des Blutflusses bei Intensivpatienten ist zur Steuerung der Therapie notwendig, zum Beispiel für die Medikamentenabgabe, die Flüssigkeitszufuhr und das Beatmungsgerät. Bislang erfolgte die Messung ausschließlich durch invasive, die Körperintegrität verletzende Methoden, bei denen ein Herzkatheter gelegt werden musste. Das bedeutete für schwerkranke Patienten eine zusätzliche Belastung und erhöhte zudem die Infektionsgefahr.

Mit DAVID ist nun eine nichtinvasive Messung des Blutflusses in der Lunge möglich, die den Einsatz der konventionellen Methoden in der Anästhesie und Intensivmedizin ablösen kann. Die neue Messmethode beruht auf dem Prinzip der teilweisen Rückatmung des ausgeatmeten Kohlendioxids (CO2) bei kontrolliert beatmeten Patienten. Das eigentliche Messelement wird zwischen den Tubus des Patienten und das Beatmungsgerät geschaltet. Zwei Sensoren messen den CO2 -Partialdruck und den Volumenstrom. Während der Rückatmung ändern sich beide Werte. Daraus wird der Blutfluss in der Lunge errechnet und auf einem Monitor angezeigt.

Das in Dresden entwickelte Gerät ist schnell einsatzbereit - im Ernstfall können bis zu 15 Minuten eingespart werden. Außerdem entstehen geringere Kosten, da die Katheterisierung wegfällt. Die Entwicklung von DAVID wird bereits im Herzzentrum Leipzig, der Universitätsklinik München und der Universitätsklinik Tübingen genutzt. (LifeScience) (Ende)
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