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pte20260409003 in Forschung

Dating-Apps verleiten zur Selbstoptimierung

Untersuchung der Adelaide University: Vor allem Frauen versuchen ihr Aussehen zu idealisieren


Dating-App-Userin: Anwendungen machen vor allem Frauen Druck (Foto: 99mimimi, pixabay.com)
Dating-App-Userin: Anwendungen machen vor allem Frauen Druck (Foto: 99mimimi, pixabay.com)

Adelaide (pte003/09.04.2026/06:10)

Bildorientierte Dating-Plattformen setzen die Nutzer hinsichtlich ihres eigenen Körperbildes massiv unter Druck. Vor allem Frauen tun einiges dafür, ihren Körper so umzuformen, dass er dem allgemein als attraktiv empfundenen Aussehen eher genügt. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern der Adelaide University.

Geschlechtsspezifische Kluft

Die Psychologin Georgia Cuthill und ihr Team haben 18 Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahren befragt, die pro Tag durchschnittlich 44 Minuten damit verbringen, in Dating-Apps nach Partnern zu suchen. Fast drei Viertel nutzen mehrere Anwendungen. Dabei haben die Forscher deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt, als sie die Folgen der Nutzung von Dating-Apps untersuchten.

Bei Frauen war das Körperbewusstsein eng damit verbunden, wie viel Aufmerksamkeit sie bei potenziellen Partnern erregten. Wenig positive Resonanz führte dazu, dass sie verstärkt Maßnahmen zur Veränderung ihres Aussehens ergriffen, von Methoden zur Gewichtsreduzierung wie Diätpillen, Erbrechen und Abführmitteln bis hin zu Schönheits-OPs. Bei Männern wurde der Wunsch der Körperveränderung weniger durch die Resonanz in Apps beeinflusst als durch die Nutzungsintensität.

Schädliche Spiegel erwiesen

Dating-Apps wirken laut den Forschern der Adelaide University wie Spiegel für die Selbstwahrnehmung, oft jedoch auf schädliche Weise. Cuthill: "Dating-Apps verändern nicht nur, wie wir Menschen kennenlernen; sie verändern auch, wie wir uns selbst sehen", so die Psychologin. Und weiter: "Da sie ständiges Feedback zum Aussehen liefern, kann diese oberflächliche Bewertung vor allem bei Frauen dazu führen, dass Nutzer ihre Einstellung zu ihrem Körper verändern."

Diese Rückkopplung könne ein falsches Erfolgserlebnis erzeugen. Auch wenn sich dies anfangs bestätigend anfühle, könne es doch auch eng gefasste Schönheitsideale verstärken und das Körperbewusstsein allmählich untergraben. Dating-Apps böten zwar eine bequeme Möglichkeit, Menschen kennenzulernen, verstärkten aber auch ein auf das Aussehen fokussiertes Umfeld, das auf kuratierten, idealisierten Bildern basiere.

Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper entstehe, wenn eine Kluft zwischen der eigenen Wahrnehmung des aktuellen Körpers und dem gewünschten Aussehen besteht - und Dating-Apps könnten diese Kluft vergrößern. Weltweit nutzen mehr als 350 Mio. Menschen Dating-Apps. Es wird erwartet, dass diese Zahl in den nächsten Jahren auf mehr als 450 Mio. User anteigt.

(Ende)
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