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pte20051024005 in Leben

Das Reiter-Syndrom verschwindet aus den Krankenblättern

Bezeichnung geht auf hochrangigen Nationalsozialisten zurück


Philadelphia (pte005/24.10.2005/09:25)

David Lu und Kenneth Matz von der University of Pennsylvania School of Medicine http://www.med.upenn.edu haben nachgewiesen, dass die Bezeichnung Reiter-Syndrom immer seltener verwendet wird. Sie geht auf den Mediziner Hans Reiter zurück, der diese Erkrankung 1916 identifizierte und später ein glühender Anhänger des Nationalsozialismus war. Er war nicht nur unter Hitler Minister, sondern wird auch für Typhusexperimente im Konzentrationslager Buchenwald sowie für Zwangssterilisationen und Fälle von Euthanasie verantwortlich gemacht. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde mit Reiter-Syndrom eine schmerzhafte Erkrankung bezeichnet, bei der der Patient gleichzeitig an infektionsbedingten Symptomen einer Arthritis, einer Bindehautentzündung und einer Entzündung der Harnröhre leidet.

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