pts20090326015 in Leben
Darwinjahr 2009 auf der Eichstätter Willibaldsburg
Sonderausstellung präsentiert viele Facetten der Evolutionsgeschichte
Eichstätt (pts015/26.03.2009/11:00)
Mit dem Urvogel Archaeopteryx, Bindeglied zwischen Flugsauriern und Vögeln, beherbergt das Jura-Museum auf der Eichstätter Willibaldsburg einen Kronzeugen für die Abstammungslehre von Charles Darwin. Am Darwinjahr 2009 beteiligt sich das renommierte Museum mit einer außergewöhnlichen Sonderausstellung: "Schöpferische Evolution: Charles Darwin zum 200. Geburtstag".Bis zum 10. Januar 2009 stehen dabei weniger die Exponate im Vordergrund als die Evolutionstheorie selbst und die Auseinandersetzung mit ihr. Dabei werden einerseits gängige Missverständnisse wie die fehlerhafte Übersetzung von "survival of the fittest" zu "das Überleben des Stärkeren" aufgegriffen - Darwin ging es eigentlich um das Überleben der bestangepassten, nicht der stärksten Individuen. Andererseits scheut sich die Austellung auch nicht, sich mit den Anhängern des sogenannten "Kreationismus" auseinanderzusetzen, die die Evolutionstheorie aus religiösen Gründen in Frage stellen.
Dass diese Darwin-Sonderausstellung vom Konzept eher auf ältere Jugendliche und Erwachsene ausgelegt ist, sollte Familien mit jüngeren Kindern nicht von einem Besuch der Willibaldsburg abhalten: Die Dauerausstellung im Jura-Museum mit dem Archaeopteryx-Saal und dem Aquarienraum begeistert Kinder jeder Altersstufe und bringt ihnen weitere Facetten der Evolutionsgeschichte anschaulich näher. Außerdem ist dort mit dem Juravenator starki das Fossil des Jahres 2009 zuhause: Der kleine Dino, wahrscheinlich ein Jungtier, war ein Fleischfresser, der mit seinen kräftigen Krallen sogar junge Flugsaurier erlegen konnte. Er gehört zu einer völlig neu entdeckten Dinosaurierart und -gattung.
Auch außerhalb des Museums ist die Barockstadt Eichstätt, mitten im Naturpark Altmühltal gelegen, Fossilienstadt par Excellence. Im Fossiliensteinbruch für Hobbysammler auf dem Blumenberg bei Eichstätt lernt man die berühmten Juraplattenkalke hautnah kennen - bei der Suche nach den versteinerten Schätzen, die sie in ihren Schichten verbergen, sowie auf dem neuen "Lehrpfad zur Geschichte des Steinabbaus". Den Weg zum Steinbruch weist jetzt die Nachbildung eines riesigen Dinosauriers: 14 Meter lang und 4,5 Meter hoch lässt das Modell eines Allosaurus die Riesen der Urzeit lebendig werden und eignet sich - mit einem kleinen Augenzwinkern - auch für ein Erinnerungsfoto aus dem Urlaub im Fossilienparadies. (Ende)
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