pte20000324030 in Leben
Countdown zur Expo2000 läuft
Deutschland will eine neue, etwas laute Visitenkarte abgeben
Wien (pte030/24.03.2000/15:44)
Der Countdown zur EXPO 2000 in Hannover läuft. http://www.expo2000.de In 69 Tagen werden rund 190 Länder auf dem 160 Hektar großen Gelände ihre kulturelle und technische Stärke unter dem Motto "Mensch, Natur, Technik" vorzeigen. Deutschland wolle mit dieser Ausstellung eine neue Visitenkarte in der Welt abgeben, berichtet EXPO-Geschäftsführer Reinhard Volk anlässlich des Starts der Auslandswerbekampagne in Österreich. Auf ca. 40 Mio. Tagesbesuche hoffen die Organisatoren in den 153 Expo-Tagen vom 1. Juni zum 31. Oktober.Die genaue Zahl der Teilnehmer stehe allerdings noch nicht fest, so Norbert Bargmann. Bargmann ist für die Betreuung der ausländischen Teilnehmer zuständig. Vieles sei noch im Fluss. Erst am 1. Juni werde man wissen, welche Länder ihre Pavillons tatsächlich aufmachen werde. Die Amerikaner bauten bereits seit Montag, erzählte Bargmann. "Die Italiener haben auch just in time vor zwei Wochen angefangen." Auch Israel, das zuerst aus wirtschaftlichen Gründen abgesagt hat, werde nun doch teilnehmen. Die Holländer seien dagegen mit dem Bau des höchsten Pavillons (siehe Bild) schon weit voran. Der 40 Meter hohe Pavillon besteht aus fünf Etagen, auf welchen verschiedene Wasser- und Waldlandschaften des Landes zu besichtigen werden. Da Holland größtenteils unter dem Meeresspiegel liegt, führt auch der Besuch des Pavillons von oben nach unten.
Die EXPO 2000 sei eine Chance für Österreich, sich als weltoffenes Land zu zeigen, so Reinhard Volk. Auf einer 4.000 Quadratmeter großen Fläche werde Österreich sich als "Land der LebensKunst" präsentieren. Weiters könne die Ausstellung das Verhältnis zwischen Deutschland und Österreich verbessern. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien immer noch von Stereotypen geprägt. In Österreich empfinde man oft Misstrauen gegenüber dem größeren Nachbarn. In Deutschland dagegen herrsche eine falsche Scheu, sich Österreich als Vorbild zu nehmen.
Um Besucher nicht nur aus Österreich, sondern auch aus allen an Deutschland grenzenden Nachbarstaaten willkommen zu heißen, werde es einen humorvollen Werbegag geben, erzählte Volk. An rund 20 Grenzübergängen werden Schilder mit der folgenden Beschriftung aufgestellt: "Liebe Nachbarn, am 1. Juni 2000 feiern wir die Eröffnung der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover. Es könnte etwas lauter werden. Aber wenn Sie Lust haben, schauen Sie ruhig vorbei." Ab April werden österreichische Autofahrer, die bei Bad Reichenhall oder Kiefersfelden über die Grenze fahren, die Schilder sehen können.
Etwa 25 Prozent der EXPO-Besucher werden schätzungsweise aus den europäischen Nachbarstaaten kommen. Weitere fünf Prozent der Besucher erwartet man aus dem internationalen Ausland. Der Großteil, 70 Prozent, werden Deutsche sein. Wie bei allen Weltausstellungen wird es auch ein Riesenrad auf der EXPO 2000 geben. Allerdings wird diese Konstruktion nicht als das größte sondern als "das kleinste Riesenrad der Welt" angekündigt. Das kleine Rad wird darüber hinaus zur Hälfte in der Erde eingegraben sein. (bm) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | bm |
| Tel.: | 01/406 15 22-0 |
| E-Mail: | miller@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
