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pte20000421007 in Forschung

Computersystem verhindert ärztliche Verschreibungsfehler

POE nimmt geschriebene und gesprochene Aufträge ins Netzwerk auf


Chicago (pte007/21.04.2000/11:00)

Jährlich 7.000 Todesfälle allein in den USA sollen laut jüngster Statistik auf Fehler bei der Medikamentenverschreibung zurückzuführen sein. Der Bericht des US-Institute of Medicine (IOM) von 1999 empfiehlt automatisierte Medikamenten-Verordnungssysteme - das Rush-Presbyterian-St. Luke's Medical Center http://www.rush.edu/ in Chicago, das ein solches System bereits seit 1993 erprobt, berichtet jetzt von guten Erfolgen. Allerdings dauere es Jahre, bis sich das Ganze einspiele, warnt John H. Brill, Medical Director of Information Services, vor allzu kurzfristigen Erwartungen.

Das so genannte "Physician Order Entry"- oder "Provider Order Entry"-System (POE) ist ein Computerprogramm, das geschriebene und gesprochene Aufträge, einschließlich Medikamenten-Verschreibungen, via Tastatur in ein Netzwerk aufnimmt. Ärzte oder andere Klinikangestellte können sich in den verschiedensten Räumen der Klinik in das System einklinken, woraufhin der Computer die Führung übernimmt und durch eine Abfolge von Fragen leitet: Wie der Patient behandelt werden soll, welche Medikamente er bekommt, welche Tests erforderlich sind, bis hin zur Spezialkost aus der Krankenhausküche.

"POE kann einen der häufigsten Ärztefehler ausmerzen: Fehler, die durch schlechte oder unleserliche Handschrift verursacht werden", so Brill. Neben gut lesbaren Rezepten mit Datums- und Zeitstempel bietet das POE allerdings noch weitere Vorteile: Die Ausführung von Aufträgen, ob an die Apotheke oder die Röntgenabteilung, läuft wesentlich schneller, da sie per Knopfdruck und ohne Zwischenträger direkt ans Ziel gelangen.

Das System liefert den Ärzten und Krankenpflegern je nach Patientenzustand auch Warnhinweise auf mögliche Fehlerquellen oder leicht vergessene Besonderheiten und vermindert so menschliche Irrtümer. Auch auf Nebenwirkungen und schädliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten weist POE hin und unterbreitet einen Alternativvorschlag. Und nicht zuletzt ist das System im ganzen Hause zugänglich, im Operationssaal ebenso wie am Ärzteschreibtisch - früher oder später soll es sogar außerhalb der Klinik zu nutzen sein und telefonische Anweisungen auch von Hausärzten und Pflegediensten aufnehmen können. (wsa) (Ende)
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