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pte20000606013 in Leben

Computer steuert präzise Bestrahlung von Tumoren

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie rettete bereits 70 Patienten das Leben


Heidelberg (pte013/06.06.2000/11:49)

Eine neue Methode der Strahlentherapie ermöglicht nun auch Tumore, die kompliziert geformt sind oder in der Nähe von gesundem Gewebe liegen, gezielt mit Photonen zu beschicken. Die so genannte intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) kann für bösartigen Geschwülste im Rückenmark, am Hirnstamm und am Sehnerv eingesetzt werden. Die Methode war Hauptthema bei der 13. Internationalen Konferenz über den Einsatz von Computern in der Strahlentherapie, die in Heidelberg stattfand.

"Mit der IMRT lässt sich die Dosisverteilung im Tumor präziser gestalten und das umgebende gesunde Gewebe besser schonen", sagt Professor Wolfgang Schlegel vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) http://www.dkfz-heidelberg.de in Heidelberg. In dieser Abteilung wurde unter der Leitung des Medizinphysikers Thomas Bortfeld die Methode entwickelt.

Bei der IMRT wird nicht mehr wie bisher eine gleichmäßige Dosisverteilung über das gesamte Bestrahlungsfeld gewählt, sondern das Feld in viele kleine Teilbereiche zerlegt. Dabei wird jeder Punkt mit anderer Intensität bestrahlt. Dort, wo sich in unmittelbarer Nähe ein strahlenempfindliches Risikoorgan befindet oder der Tumor in gesundes Gewebe hineingewachsen ist, wird die Strahlendosis erheblich reduziert. Im Zentrum des Tumors kann eine hohe Intensität gewählt werden.

Das hochpräzise Bestrahlungsprogramm basiert auf detaillierten Computerberechnungen. Der behandelnde Arzt gibt die klinischen Daten wie die Konturen des Tumorvolumens und der Risikoorgane, die gewünschte Dosis im Tumor und die vertretbaren Dosen der Risikoorgane vor. "Den Rest erledigt der Computer", so Schlegel. Die ersten klinischen Erfahrungen mit der neuen Behandlungsmethode liegen auch schon vor, da das System im Test seit 1998 läuft. Bisher wurden 70 Patienten mit kompliziert liegenden Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, an der Schädelbasis und in Rückenmarksnähe erfolgreich behandelt.

Auch am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York wird die Methode eingesetzt: dort wurden 700 Patienten mit Prostatakarzinomen behandelt. Fünf Jahre nach Bestrahlung erhöhte sich die krankheitsfreie Überlebenszeit von 47 Prozent mit der herkömmlichen Therapie auf 70 Prozent mit IMRT. Studien zur Behandlung durch IMRT laufen auch in Gent und Brügge.
Weitere Informationen über IMRT http://www.nomos.com/fwhat.html (Ende)
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