pts20000712034 in Leben
Computer errechnet Proteinfunktionen
Neues Protein-Design entwickelt
Salzburg (pts034/12.07.2000/14:45)
Dem Institut für Biochemie an der Universität Salzburg www.sbg.ac.at/che/home.htm ist die Entwicklung von Methoden gelungen, die aus der Anordnung von Aminosäuren Raumstrukturen im Computer sichtbar machen. Erfolgreich können die Proteine, nachdem sie mit Hilfe der räumlichen Modelle gezielt verändert wurden, in der Therapie und Medikation eingesetzt werden.Proteine sind die zentralen Moleküle im Körper, die alle Lebensfunktionen steuern. Rund 100.000 verschiedene Proteine im menschlichen Körper sind für das richtige Funktionieren des Gesamtorganismus verantwortlich. Zu ihren Aufgaben in der Zelle gehören der Sauerstoff-Transport im Blut, die Blutgerinnung und der Muskelaufbau.
Manfred Sippl vom Institut für Biochemie der Universität Salzburg entwickelte computergestützte Techniken zur Faltungserkennung und Identifizierung der Strukturen und Funktionen uncharakterisierter Proteinsequenzen. "Wir wollen die Strukturen der Proteine im Computer berechnen. Ziel ist es zu erkennen, welche biologische Rolle die einzelnen Proteine in der menschlichen Zelle spielen und welchen Wechselwirkungen sie unterliegen," erklärt Sippl.
Proteine, die in ihrer Genstruktur nicht verwandt sind, bilden oft ähnliche räumliche Strukturen. Sie nehmen Formen ein, die für sie den geringsten Energieaufwand darstellen. Häufig erfüllen Sie auch ähnliche Funktionen im Körper. Durch Kombination von Sequenzen und Strukturen werden die Verwandtschaften erkannt und erleichtern die Zuordnung der Proteine.
Ansprechpartner:
Ass.Prof.Univ.Doz.Dr. Manfred Sippl
Institut für Chemie und Biochemie, Universität Salzburg
Tel.: 0662/8044 5797
Email: sippl@came.sbg.ac.at (Ende)
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