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pte20000518018 in Leben

CO2-Laser entfernen Krebstumore in Mund und Rachen

Früherkennung und Laserchirurgie erhöhen die Lebensqualität


Berlin (pte018/18.05.2000/11:15)

Wird ein Tumor im Mund- und Rachenraum rechtzeitig erkannt, kann mit dem Laser organ-erhaltend operiert werden. Darum ist die Früherkennung wichtig - und sie ist möglich, wie eine "Machbarkeitsstudie" belegt. Auch bei späteren Tumor-Stadien ist die Lasertherapie noch eine Alternative zur konventionellen Operation, berichten Experten auf dem 4. Europäischen Kongress für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in Berlin.

Das Team um Professor Wolfgang Steiner und Dr. Petra Ambrosch von der Universitäts-HNO-Klinik in Göttingen http://www.gwdg.de/~otorhino hat zusammen mit Professor Karl-Heinz Jöckel vom Institut für Epidemiologie und medizinische Statistik der Universität Essen im Rahmen von Studien überprüft, ob eine nicht-invasive endoskopische Untersuchung auf Tumoren und deren Vorstadien in den oberen Luft- und Speisewegen als Screening-Verfahren in das Früherkennungsprogramm aufgenommen werden könnte. Vor allem die Patienten mit frühen Stadien können durch eine funktionserhaltende Behandlung mit einem CO2-Laser, bei der die Ärzte nur die krankhaft veränderten Gewebsschichten abtragen, geheilt werden.

Die Ergebnisse der Laserchirurgie sind vergleichbar mit einer konventionellen Operation von außen, die allerdings die Funktion beeinträchtigt. Einer alleinigen Strahlenbehandlung, die ebenfalls bei Frühstadien eingesetzt wird, ist die Laserchirurgie sogar überlegen. Entsprechend halten die HNO-Experten diese Früherkennungsuntersuchung bei Risikopatienten für medizinisch sinnvoll. Doch auch wenn der Tumor bereits fortgeschritten ist, ist die Laserchirurgie eine Alternative zur konventionellen Operation.

Wird beispielsweise der Kehlkopf entfernt, ist etwa die natürliche Stimme der Patienten nicht mehr vorhanden. Gleichwohl belegen Studien inzwischen, dass die radikalen Operationen und nachfolgende Strahlentherapien die Überlebenszeit der Betroffenen kaum beeinflussen. "Alle Versuche in den letzten Jahren, durch bessere Operations- und Bestrahlungstechniken das Leben der Patienten zu verlängern, sind leider gescheitert", resümmiert Steiner. Darum werden zurzeit chirurgische und nicht-chirurgische Therapiekonzepte erprobt, die die Lebensqualität in den Mittelpunkt der therapeutischen Entscheidung rücken.

Durch eine Laserchirurgie, die nach der Pionierarbeit von Steiners Team inzwischen an vielen deutschen Universitätskliniken und auch weltweit zumindest in Frühstadien eingesetzt wird, kann beispielsweise der Kehlkopf weitestgehend erhalten werden. Bei korrekter Indikationsstellung erzielen die Ärzte mit den organerhaltenden Verfahren Behandlungsergebnisse, die mit denen radikaler Eingriffe vergleichbar sind. Dies betrifft sowohl das Wiederauftreten der Krankheit als auch die Überlebenszeit der Betroffenen. "Die Patienten haben einen Gewinn an Lebensqualität, ohne Verlust an Lebenszeit", so Steiners Fazit. Informationen: Barbara Ritzert, E-Mail: proscientia@t-online.de (idw) (Ende)
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