pte20000328022 in Leben
Chip kann Chromosomenveränderungen abbilden
Mikrochips bringt Fortschritte in Humangenetik
Hannover/Lübeck (pte022/28.03.2000/11:45)
Die Weiterentwicklung von Mikrochips wird der Molekulargenetik helfen, künftig selbst kleinste Veränderungen in der Genstruktur zu erkennen. Das ist nach Ansicht von Eberhard Schwinger eine der Erkenntnisse der 12. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik. http://www.gfhev.de Schwinger hatte als Präsident die Tagung, die am Samstag in Lübeck zu Ende ging, geleitet.Während der Konferenz wurde ein Mikrochip vorgestellt, der Chromosomenveränderungen abbilden kann, die selbst unter dem stärksten Mikroskop nicht zu erkennen sind. Das könnte bei der Erkennung von Schäden helfen, die für bestimmte geistige Behinderungen verantwortlich sein können. Ebenfalls neu und möglicherweise bahnbrechend ist nach Auffassung Schwingers die auf dem Kongress vorgestellte Erkenntnis amerikanischer Wissenschaftler über die Verdoppelung von Erbinformationen als Ursache von häufig vorkommenden Genmutationen.
Vorgetragen wurden auch Erkenntnisse zur Rolle, die genetische Veränderungen bei der Anfälligkeit für die Immunschwächekrankheit Aids spielen. Es gebe zwar einen gewissen Prozentsatz von Menschen, die auf Grund ihrer genetischen Ausstattung nahezu vollkommen widerstandsfähig gegen eine Infektion mit dem HIV-Virus seien. Es sei allerdings noch zu früh, von einem Schlüssel zu einer Gentherapie gegen Aids zu sprechen, hieß es auf der Tagung. (LifeScience) (Ende)
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