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pte20000821045 in Leben

Brennende Wälder setzen große Mengen Kohlendioxid frei

Staubsatelliten sollen die Erderwärmung verhindern


Frankfurt/Wien (pte045/21.08.2000/17:45)

Die brennenden Wälder in Nordamerika setzen soviel CO2 frei, wie sämtliche Haushalte Deutschlands in einem Jahr verursachen. Das teilte der World Wide Fund for Nature (WWF) http://www.wwf.de in Frankfurt mit. Seit Beginn der Brände gelangten schätzungsweise 120 Mio. Tonnen des Treibhausgases in die Atmosphäre.

"Die Wälder sind keine CO2-Deponien, sondern können den Stoff lediglich binden, so lange sie wachsen. Feuer setzt das gespeicherte Kohlendioxid wieder frei", sagte WWF- Klimaexperte Oliver Rapf. "Auf diese Weise können Wälder schnell zu einer unkontrollierbaren Quelle für neue Emissionen werden", so der Experte. Wälder dürften daher nicht als Kohlenstoff-Speicher angeführt werden.

Die USA fordern, dass die Wälder als CO2- Senken in der Klimadiskussion angerechnet werden. "Damit könnten, ohne irgendwelche Treibhausreduktionen vorzunehmen, möglicherweise auch die Ziele von Kyoto erreicht werden", sagte der Greenpeace Österreich-Umweltspezialist Erwin Mayer zu pressetext.austria. http://www.greenpeace.at Die Amerikaner wollen auch das Deponieren von CO2 angerechnet bekommen. Das sei, so Mayer, eine besonders kosten- und energieintensive Methode, um CO2 zu reduzieren.

"Die Industriestaaten dürfen ihre Treibhausgase nicht nur auf dem Papier reduzieren, sondern müssten Emissionen aus Auspuffen und Schornsteinen verringern", forderte auch Rapf. Die USA sei allein für ein Viertel der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Anstatt ernstlich über Möglichkeiten des Energiesparens nachzudenken, wird derzeit in ein neues Konzept investiert: Raketen sollen Satelliten, die mit Staub gefüllt sind, in die Atmosphäre schießen. "Der Staub sorgt tatsächlich für eine Abkühlung der Erde, weil ähnlich wie bei einem großen Vulkanausbruch der Staub das Sonnenlicht bremse", so Mayer.

Über die Energieaufwendung und die Kosten darüber, denke jedoch niemand nach. Dass der vermehrte Einsatz erneuerbarer Ressourcen effektiver und günstiger sei, will scheinbar niemand wissen. Der australische Petro-Konzern, der derzeit nach CO2 Deponien sucht, argumentierte damit, dass diese Methode der Industrie den geringsten Schaden zufüge. (Ende)
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